Dachziegel: Langlebiger Witterungsschutz
Dachziegel werden schon seit mehreren tausend Jahren zur Dacheindeckung genutzt. Sie bestehen aus Ton, der entsprechend aufbereitet, geformt, getrocknet und gebrannt wird. Durch diese Prozesse gewinnt das Material die Eigenschaft, Wasser nicht oder kaum hindurch zu lassen.
Neben dem Witterungsschutz bieten Dachziegel aber auch durch ihre Farb- und Formgebung optische Anreize bei der Gestaltung des Hauses.
Die Farben werden hierbei durch die enthaltenden Mineralien, Zusatzstoffe, den Herstellungsprozess oder Glasuren hervorgerufen. Typisch sind die roten Dachziegel, deren Färbung durch einen entsprechenden Eisengehalt verursacht ist. Gelbe Ziegel besitzen dagegen einen hohen Kalk- und einen geringen Eisengehalt. Andere Farbvariationen werden durch Brennvorgänge und die Beimischung von Pigmenten erreicht. Dadurch sind blaue, gelbe, grüne oder auch schwarze Ziegel möglich.
Dachziegel werden nicht nur in diversen Farben angeboten, sondern auch mit unterschiedlichen Formen. Hauptsächlich werden die Formen in Strangdachziegel und Pressdachziegel unterteilt. Dabei sind die Strangziegel nur in einem Strang hergestellt, während Pressziegel außerdem in Blöcke geschnitten und in Pressen geformt werden. Daraus gehen Ziegelformen namens Falzziegel, Flachdachpfanne oder Krempziegel hervor. Strangziegel existieren in der weit bekannten Biberschwanz-Form, die flach sind und häufig eine abgerundete Seite besitzen, oder zum Beispiel als Hohlpfanne, die muldenartig geformt sind.
Dachziegel sind bereits durch ihre Textur äußerst witterungsbeständig, diesen Effekt sollen Glasuren jedoch verstärken. Sie werden häufig nach dem ersten Brennprozess aufgetragen, worauf ein zweiter Brennprozess folgt, um die Glasur an den Ton zu binden. Es gibt aber auch die Variante, eine Mischung vor dem Brennen auf den Ziegel aufzutragen, die beim anschließenden Brennvorgang eine Glasur ergibt.