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Motorradfahren als Philosophie

Heiße Öfen, blitzender Chrom und knatternde Motoren – hier liegt das Glück für so manchen Motorradfahrer. Die Philosophie des Motorradfahrens geht aber tiefer als diese reinen Oberflächlichkeiten. Jeder Motorradfahrer verfolgt dabei eine individuelle Idee seines Hobbys. Es gibt aber mindestens drei Aspekte, die die meisten Motorradfahrer als Teil ihrer Philosophie unterstreichen würden: Freiheit, Lebensfreude, Kameradschaft.

Die Freiheit eines Motorradfahrers liegt in der Beweglichkeit und Geschwindigkeit und in einem Mythos der Straße, die dem Motorradfahrer uneingeschränkt offen steht. Die Vorstellung als Motorradfahrer immer der Nase nach, den Wind im Gesicht den selbst gewählten Weg gehen zu können, wie einst Cowboys auf dem Rücken ihrer Pferde, ist der Kern dieses Mythos.

Wenngleich Motorradfahren mit tödlichen Gefahren verbunden ist, drückt sich darin paradoxerweise doch eine besondere Lebensfreude aus. Das Leben auf die Probe zu stellen, die Limits auszuloten und im Bewusstsein aller Gefahren einen besonders tiefen Atemzug des Lebens zu nehmen sind Aspekte, die diese Lebensfreude ausmachen.

Neben diesen beiden Elemente, die eher die Individualität des Einzelnen betonen und die Vorstellung des Motorradfahrers als einsamen Wolf unterstreichen, ist die Philosophie des Motorradfahrens untrennbar verbunden mit einem großen Gemeinschaftsgefühl. Motorradfahrer sind selten allein unterwegs und organisieren sich oft in Clubs und Vereinen. Getreu dem Motto “Alle für einen, einer für alle” spielt Kameradschaft unter Motorradfahrern eine wichtige Rolle. Dies betrifft das gemeinsame Erleben von Freiheit und Lebensfreude, ebenso wie die Idee, dass man stets für einander eintritt, sich gegenseitig hilft und unterstützt.