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Am Anfang eines neuen Jahres fassen viele Menschen gute Vorsätze. Das gilt natürlich besonders für den Jahrtausendwechsel. An erster Stelle steht oft der Wunsch: Ich will Nichtraucher werden. "Fast jeder zweite Raucher möchte es, aber nur acht Prozent schaffen es tatsächlich auf Anhieb", berichtet Georg Kuchler, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. "Grundvoraussetzung ist der Wille wirklich aufzuhören, denn Nichtrauchen beginnt zuallererst im Kopf", betont der Apotheker. Um den Nikotin-Verzicht zu erleichtern, gibt es einige Tipps sowie Hilfsmittel aus der Apotheke.
"Legen Sie einen bestimmten Zeitpunkt fest, ab dem Sie nicht mehr rauchen", rät Georg Kuchler. "Die meisten Raucher, die es geschafft haben, nikotinfrei zu leben, haben von einem auf den anderen Tag aufgehört - und nicht Schritt für Schritt." Rauchutensilien, wie Zigarettenschachteln, Feuerzeuge und Aschenbecher, sollten entsorgt werden, da sie nur unnötig in Versuchung führen. Orte, an denen viel geraucht wird, sind mit Vorsicht zu genießen. Und das wichtigste: Bloß keine Langeweile aufkommen lassen! Kurzfristig lenkt ein zuckerfreier Kaugummi vom Griff zur Zigarette ab. Georg Kuchler empfiehlt viel Bewegung, denn körperliche Aktivität wirke entspannend und hebe zudem die Stimmung.
Sollten die Entzugserscheinungen, wie Nervosität, Schwitzen oder Gereiztheit, besonders stark sein, besteht die Möglichkeit einer Nikotintherapie. "Dafür gibt es in den Apotheken in Nordrhein Nikotinkaugummi oder Nikotinpflaster", erklärt Georg Kuchler. Die Kosten für diese Therapie entsprächen in etwa den Preisen der sonst in dieser Zeit gerauchten Zigaretten. "Dennoch darf nicht vergessen werden, dass Nikotintherapeutika keine Wundermittel sind", betont Kuchler. "Sie bieten keinen Ersatz für Zigaretten und ersetzen nicht den eigenen Aufhörwillen." In der Entzugsphase vermindern Nikotintherapeutika aber das Verlangen nach Zigaretten sowie eventuelle Entzugssymptome.
Erfreulich ist, dass der Körper sofort nach der letzten Zigarette mit einem umfangreichen Erholungsprogramm beginnt: Bereits nach 20 Minuten sind Blutdruck und Puls auf normaler Höhe. Nach zwölf Wochen ohne Zigaretten hat sich die Lungenfunktion um 30 Prozent verbessert, nach einem Jahr rauchfrei verringert sich das Risiko eines Herzinfarktes um die Hälfte. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass jeder Raucher nicht nur die persönliche Gesundheit schädigt, sondern auch die seines direkten Umfeldes. "Wer also nicht wegen des eigenen Wohlbefindens aufhören möchte, sollte einmal an seine Familie oder die Arbeitskollegen denken", meint Apotheker Georg Kuchler.
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