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Baumschnitt – jetzt ist der beste Zeitpunkt, Bäume und Sträucher zu schneiden?
Gerade in der Diskussion um den fachgerechten Obstbaumschnitt wird insbesondere die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zum Schneiden immer und immer wieder aufgeworfen. Im Grunde leicht zu beantworten: jetzt!!
Natürlich ist diese Antwort zu pauschal, da der Schnittzeitpunkt natürlich vom Umfang des Schnittes abhängt. In der Regel sind kleinere, korrigierende Schnittmaßnahmen im Sommer durchaus möglich. Stehen jedoch größere erziehende oder verjüngende Schnittmaßnahmen an, ist die Zeit zwischen Dezember und März die günstigste.
Obstbäume fachgerecht schneiden – ein paar Tipps
Obstbäume sind eigentlich dazu da, Früchte zu tragen. Und zwar reichlich. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum ein fachgerechter Obstbaumschnitt wichtig ist.
Um die Fruchterträge lange auf recht hohem Niveau halten zu können, ist es daher wichtig, die Obstbäume kontinuierlich zu verjüngen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Obstbäume meist am zweijährigen Holz ihre Früchte tragen. Daher immer zuerst bruchgefährdetes und krankes Gehölz entfernen. Die Verjüngung findet in der Form statt, dass einjährige Triebe bis auf zwei bis drei Knospen zurückgeschnitten werden. Je nach Kronenwuchs können auch das Fruchtholz oder ältere Äste zurückgenommen werden. Dies hängt immer davon ab, wie dicht der Wuchs des Obstgehölzes. Wichtig ist: je mehr Licht die einzelnen Zweige haben, desto besser ist das für den Baum. Mit Sicherheit hat man schon vom sogenannten Auslichtungsschnitt gehört.
Wurde ein Obstbaum schon mehrere Jahre nicht mehr geschnitten, sollte eine Radikalkur vermieden werden. Ein radikaler, möglicherweise nicht fachgerechter Rückschnitt, hat die Bildung von unzähligen Wassertrieben zur Folge. So ziemlich das Schlimmste, was einem Obstbaum passieren. Denn diese Wassertriebe bilden viel Laub, aber keine Früchte. Wachsen senkrecht nach oben, eignen sich daher nicht für den Kronen, lassen den Obstbaum kaum blühen und nehmen den anderen Zweigen und Ästen das nötige Licht weg. Darum: weg damit!
Also selber schneiden?
Bevor man selbst den Obstbaum zurückschneidet sollte man sich immer die Frage stellen, warum? Ein nicht geschnittener Obstbaum lebt immer noch gesünder als ein falsch geschnittener. Wenn jedoch die wichtigsten Grundregeln beachtet werden und keine Radikalkur ansteht, sind kleinere Schnittmaßnahmen durchaus denkbar.
Daher: wenn man selbst einen Obstbaum zurückschneidet, sollten zuallererst die Wassertriebe und die toten bzw. kaputten Äste entfernt werden. Dann macht es Sinn, dass der Baum gut mit Licht durchflutet wird, daher sollten die sich konkurrierende Äste zurückgeschnitten werden ebenso die Triebe vom letzten Jahr, so dass pro Zweig zwei bis drei Knospen übrigbleiben. Wenn dabei die trockene Witterung mit Temperaturen von 0° bis 6° mitspielt, kann nicht mehr viel passieren. Denn bei dieser Witterung haben die Obstbäume am wenigstens Saft. Dies bedeutet, dass es sich leichter schneiden lässt und die Obstbäume die Schnittwunden am besten kompensieren können.
Denn nie vergessen: Jeder Schnitt sollte wohlüberlegt sein, da jeder Schnitt gleichzeitig auch eine Wunde darstellt. Also erst informieren – und dann schneiden! Dazu gibt es die Fachleute.
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