Fach-Artikel
 
  • Ökologisches Bauen im Einklang mit der Natur
    - Architekten lernen, wo Süden ist

  • Ökologischer Innenausbau - die inneren Werte Ihres Hauses

  • Welchen Vorteil bieten Naturfarben?

  • Blowerdoor - Ist Ihr Haus winddicht?
  •  

    Kontakt
      Datenschutz

    Impressum
     

    Werbung
      Wir bieten Ihnen eine ideale Werbeplattform im ökologischen Markt

    Werbung auf ÖKO-Adressen.de und Öko-News.de

    ÖKO-NEWS Branchenbuch mit Fachartikeln und Brancheneinträgen für Firmen.
     

    ÖKONEWS - Nachrichten und Pressemeldungen
    Ältere Nachricht  |   ÖKO-NEWS Startseite  |   Letzten Seite  |   Aktuellere Nachricht
    News an Bekannten mailen  |   Druckansicht aufrufen

    Test : Babynahrung (Beikost)

     

    Eine Frage der Ähre Irgendwann zwischen dem fünften und siebten Monat ist es so weit. Das Baby hat nach dem Stillen immer noch Hunger, schläft unruhiger und interessiert sich für das Essen der Erwachsenen. Dann wird es Zeit für die Beikost. Den Anfang machen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breie. Einen Monat später wird eine weitere Milchmahlzeit durch den Getreide-Milch-Brei abgelöst. Er versorgt das Kind mit Eiweiß, Calcium und Energie. Weil er sättigend und gehaltvoll ist, eignet sich der Milchbrei gut als Abendmahlzeit. Wiederum einen Monat später kommt am Nachmittag ein Getreide-Obst-Brei auf den Speiseplan, der mit Wasser statt Milch angerührt wird. Obwohl Getreide schon seit Generationen zur Zubereitung von Babynahrung verwendet wird, ist nach neuen Erkenntnissen Vorsicht angebracht: Denn getreidehaltige Kleinkindernahrung kann mit Schimmelpilzgiften belastet sein. Schimmelpilze, so genannte Fusarien, befallen die Halme und geben ihre giftigen Stoffwechselprodukte in die Körner ab. Feuchtwarmes Wetter mögen sie besonders. Die Untersuchungen zur Wirkung von Fusarientoxinen bei Menschen stecken noch in den Kinderschuhen. Wissenschaftler fanden heraus, dass Schimmelpilzgifte die Nieren schädigen, Krebs verursachen und das Immunsystem beeinträchtigen können. Kinder sind wegen ihres schwächeren Immunsystems natürlich stärker gefährdet. Da sich Schimmelpilze über mikroskopisch kleine Sporen vermehren, sind sie praktisch immer in der Luft. Man kann sie gar nicht vermeiden, aber die Belastung durch moderne landwirtschaftliche Technologien gering halten. So können die Landwirte weniger anfällige Getreidesorten anbauen und geeignete Standorte, zum Beispiel an Hängen und auf Anhöhen, auswählen. Zudem müssen belastete Kulturen untergepflügt werden und verrotten, damit der Pilz nicht auf die nachfolgende Kultur übertragen wird. Um weitgehend sicherzustellen, dass kein belastetes Getreide verarbeitet wird, müssten die Hersteller von Babyprodukten nicht nur Stichproben, sondern jede Getreidefuhre auf Schimmelpilze untersuchen. Dennoch könnten sie nicht hundertprozentig sicher sein, denn der tückische Schimmel befällt manchmal nur Einzelpflanzen. Diese sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu finden, ist fast unmöglich. Wir haben elf industriell gefertigte Getreidebreie eingekauft. Dabei handelt es sich um Grieß- und Vollkornbreie aus Weizen, Hafer, Gerste, Roggen, Mais, Reis, Hirse und Dinkel. Chemiker untersuchten die Produkte in unserem Auftrag unter anderem auf den Gehalt an den Schimmelpilzgiften Fumonisin und Deoxynivalenol. Das sind die Testergebnisse Fünf der elf getesteten Breie können wir uneingeschränkt empfehlen, einen bewerten wir als »nicht empfehlenswert«. In keinem der elf Produkte haben wir Fumonisine gefunden, aber fünf Breie enthalten Deoxynivalenol (DON), zum Teil in bedenklicher Menge. Es gibt in Deutschland keinen Grenzwert für diese Gifte. Die EU hat immerhin einen Wert für die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge festgelegt. Er beträgt ein Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht. Den traurigen Rekord hält der Milasan Milchbrei Grieß. Bei einem Körpergewicht von sechs Kilogramm und der vom Hersteller empfohlenen Portionsgröße von 45 Gramm je Mahlzeit nimmt Baby damit jeden Tag 12,15 Mikrogramm des Giftes auf, also mehr als doppelt so viel, wie die EU toleriert. Dafür werten wir das Produkt um drei Stufen ab. Vier weitere Breie enthalten zwar weniger Gift, aber immerhin so viel, dass ein Baby mit einer Mahlzeit mindestens die Hälfte der von der EU tolerierten Menge aufnimmt. Dafür gibt es einen Minuspunkt. Denn die Weltgesundheitsorganisation WHO vertritt die Auffassung, dass ein Nahrungsmittel auf keinen Fall mehr als die Hälfte der Belastung durch einen Schadstoff beisteuern sollte. Vier Produkten wurde Kristall-, Trauben- und/oder Fruchtzucker zugesetzt. Diese gewöhnen Babys zu leicht an Süßes. Maltodextrin oder Milchzucker wären besser, weil sie nur leicht süß sind. In drei Produkten, die Mais enthalten, haben die Labors außerdem nach gentechnisch verändertem Mais gesucht - und zum Glück keinen gefunden. Das sagen die Hersteller Die Firmen Milasan, Hipp und Somalon schrieben uns, dass sie die von uns ermittelten Werte nicht bestätigen könnten. Ihre Labors hätten das Gift in den Produkten nicht nachweisen können. Der Widerspruch lässt sich damit erklären, dass die Hersteller andere Chargen untersuchten, als die von uns beauftragten Labors. Das zeigt, dass die üblichen Stichproben offensichtlich nicht ausreichen. Was tun? Ob Getreidebreie mit Schimmelpilzgiften belastet sind, kann man nicht erkennen. Von einem Verzicht auf Getreide raten Ernährungswissenschaftler dennoch ab, denn Babys benötigen es für ihre Entwicklung. Wenn Sie den Milch-Getreidebrei selbst kochen wollen, eignen sich dafür so genannte Schmelzflocken. Das sind speziell für Babys aufgeschlossene Vollkornhaferprodukte, zum Beispiel von der Firma Kölln, die sich völlig in der Milch auflösen. Normale Getreideflocken sind für die Kleinen noch nicht zu empfehlen. Der beste Schutz vor Allergien ist, das Baby sechs Monate voll zu stillen. Ernährungswissenschaftler empfehlen, bei allergiegefährdeten Kindern im ersten Lebensjahr auf Kuhmilch zu verzichten. Stattdessen werden die Milchbreie mit hypoallergener Säuglingsmilch (HA-Nahrung) zubereitet. Es gibt auch fertige HA-Breie. Getreidebreie immer frisch zubereiten und nicht zusätzlich süßen. Süße Breie machen nicht müde, sondern dick. Lieber püriertes Obst untermischen. Einen Test Gemüsegläschen finden Sie im ÖKO-TEST-Ratgeber Kleinkinder 1/2000.



     
      URL: http://www.oekotest.de/
    19.02.2001
    14 : 14


     
    Ältere Nachricht  |   Zur Startseite  |   Zur letzten Seite  |   Aktuellere Nachricht
    News an Bekannten mailen  |   Druckansicht aufrufen
     
    Finden Sie passende Anbieter und Produkte zu diesem Thema im
    ökologischen Branchenbuch - ÖKO-Adressen.de
     

     



    Pressemitteilungen
      Veröffentlichen Sie Ihre Unternehmens-Mitteilungen regelmäßig über unser Portal!


     

    Schlagwort-Suche
     
    Geben Sie Ihr Suchwort ein, Sie bekommen dann alle relevanten News angezeigt!

     

    Datum-Suche
      Suchen Sie nach Nachrichten zu einem bestimmten Datum!


     

    RSS/XML-Feeder
      Veröffentlichen Sie die ÖKO-News auf Ihrer Homepage! Oder lesen Sie immer die neusten Nachrichten mit Ihrem Newsreader.

     

    Auszeichnungen
      "Ausgezeichnet" findet auch die Fachpresse unser Portal:




     

    ÖKO-Adressen.de
      Das ökologische Branchenbuch im Internet!

    ÖKO-Adressen.de - Umwelt - Alternativ - Branchenbuch

  • Zur Firmen-Suche


  • Eintrag-Infos anfordern

  •  

    Weiter lesen