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Alle Jahre wieder: Die Blumen sprießen, die Vögel zwitschern und die Sonne lacht - eigentlich die ideale Kulisse für Frühlingsgefühle. In Wirklichkeit aber macht sich das große Gähnen breit. Zwischen den Monaten März und Mai leiden 54 Prozent der deutschen Männer und sogar 60 Prozent der Frauen an der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit. "Jeder zweite ist davon betroffen. Nicht so, dass er krankfeiern muss, aber seine Leistungsfähigkeit wird eingeschränkt", berichtet Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein.
Am Ende des Winters fühlen sich viele Menschen müde, ausgelaugt und manchmal auch depressiv. Hauptursache für den Konzentrationsmangel und das ständige Schlafbedürfnis ist die Änderung der Großwetterlage. Ein Wechsel von Kalt zu Warm und wieder umgekehrt - diese Unbeständigkeit macht dem Kreislauf zu schaffen. "Die Blutgefäße erweitern sich, der Blutdruck sinkt und Müdigkeit ist die Folge", erklärt Werner Heuking. Der Körper muss sich erst an diesen Temperaturwechsel gewöhnen. Eine weitere Ursache der Frühjahrsmüdigkeit ist die kürzere Schlafdauer. Der Biorhythmus des Menschen passt sich im Frühjahr nur langsam den veränderten Tages- und Nachtzeiten an.
Bürohocker haben es bei der Frühjahrsmüdigkeit wesentlich schwerer als jene Menschen, die im Freien arbeiten. Frische Luft und viel Bewegung sind sinnvoll zum Fitwerden. Zehn Minuten pro Tag im Freien genügen, damit das Tageslicht die innere Uhr auf Sommerzeit umstellt. Im Büro hilft volles Licht, gegen die Trägheit anzukämpfen. "Jeden Morgen abwechselnd kalt und heiß Duschen - das bringt den müden Körper so richtig auf Trab", rät Apotheker Werner Heuking.
Zudem ist eine leichte, vitaminreiche Ernährung mit viel grünem Salat, Vollkornbrot, Quark, Joghurt, frischem Obst und mindestens zwei Liter Mineralwasser pro Tag sehr zu empfehlen. "In der Apotheke wird man umfassend über gesunde Ernährung sowie den individuellen Vitaminbedarf beraten", empfiehlt Werner Heuking. Sich ab und zu mal eine Pause zu gönnen, kann ebenfalls nicht schaden: Kino, Theater, Konzert, Sauna oder ein gemütliches Beisammensein mit Freunden kann die Stimmung beträchtlich heben. Sollten die Beschwerden das Frühjahr überdauern, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.
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