| |
Umweltminister Rainder Steenblock, Umweltsenator Alexander Porschke und WWF- Generaldirektor Dr. Claude Martin fordern Unternehmer und Kunden auf, die oekologische Forstwirtschaft zu unterstuetzen.
Der Tafelberg in Suedafrika, das Nyae-Nyae-Gebiet in Namibia und ab heute auch die Landeswaelder in Hamburg und Schleswig-Holstein haben etwas gemeinsam: Sie sind ebenso wie 47 weitere Projekte auf der ganzen Welt ein "Geschenk an die Erde". Umweltminister Rainder Steenblock, Umweltsenator Alexander Porschke und Dr. Claude Martin, Generaldirektor des WWF International, trafen sich heute (19. Januar) zur symbolischen Uebergabe in einem naturnahen Buchenwald im Forstamt Trittau nahe Hamburg, um fuer mehr oekologische Forstwirtschaft zu werben.
Die Forstbetriebe Hamburgs und Schleswig-Holsteins tragen seit September 1998
beziehungsweise November 1999 das Guetesiegel des Weltforstrates Forest Stewardship Council (FSC). Ihnen wird damit eine oekologische und soziale Forstwirtschaft bescheinigt. Dr. Claude Martin betonte bei der Uebergabe die Vorreiterrolle Schleswig-Holsteins und Hamburgs, die als erste Bundeslaender ein FSC-Zertifikat erworben haben: „Beide Laender machen vor, was zahlreiche Nachahmer braucht: Oekologische Standards in der Forstwirtschaft schaffen einen dauerhaft nutzbaren, gesunden und stabilen Wald – und schuetzen die biologische Vielfalt.“
Der FSC verfolgt das Ziel, solche Standards international einzufuehren und damit der Vernichtung der Urwaelder und der biologischen Verarmung der Holzanbaugebiete entgegenzuwirken. Vertreter der Forst- und Holzwirtschaft, Umweltverbaende und staatliche Stellen ziehen dabei an einem Strang, um den Waeldern der Welt eine Chance zu geben. Mit dem FSC gibt es ein glaubwuerdiges, international anwendbares Guetesiegel, an dem der Kunde beim Kauf erkennen kann, ob Holz auf nachhaltige Weise gewonnen wurde. „Wir unterstuetzen und foerdern den FSC nach Kraeften, damit die Verbraucher ihre Macht zur Rettung der Waelder nutzen koennen,“ begruendete Umweltsenator Alexander Porschke das Engagement Hamburgs fuer den FSC.
„Die FSC-Zertifizierung schafft neue Absatz- und Vermarktungswege“, betonte Schleswig-Holsteins Umweltminister Rainder Steenblock. „Mittel- und langfristig wird die Nachfrage nach zertifiziertem Holz ansteigen. Zur Deckung dieses Bedarfes werden wir ein wesentliches Stueck beitragen. Besonders wichtig sind die vom Waldbesitzer unternommenen Schritte hin zu einer gesamtbetrieblichen Verbesserung bei der Bewirtschaftung seiner Waelder, denn die oekologische Nachhaltigkeit sichert auch die oekonomische Nachhaltigkeit.“
Die heutige Veranstaltung ist Teil der "Living Planet Campaign", einem Aktionsprogramm der internationalen Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF). Dazu wurden weltweit alle - Regierungen, Kommunen, Wirtschaftsunternehmen, Kirchen und jeder Einzelne - aufgefordert, konkrete Verpflichtungen einzugehen und "Geschenke an die Erde" zu machen. Die Waelder mit Oeko-Siegel sind das erste „Geschenk an die Erde“ einer deutschen Regierung.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Pressestelle der Umweltbehoerde, Brigitte Koehnlein, Tel.: 040/428 45-3248, Joern Ehlers, Umweltstiftung WWF Deutschland, Frankfurt, Tel.: 069/79 144-145, Claudia Visse, Ministerium fuer Umwelt, Natur und Forsten, Tel.: 0431/988-7182. Fotos beziehen Sie ueber die Pressestelle des WWF. Im Internet: Pressedienst „Aktuelles“ und Informationen der Landesregierung: http://www.schleswigholstein.de/landsh
Mehr Informationen ueber Schleswig-Holstein im Schleswig-Holstein-Forum: http://www.schleswigholstein.de
|
|
|