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Bislang verkaufe die Automobilindustrie "Sparautos nur als Alibi", kritisiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Michael Müller. In einem Interview mit der "Berliner Zeitung" forderte er die Industrie auf, den Spritverbrauch drastisch zu senken: "Wenn sie nichts auf den Tisch legen, muss man geseztlich handeln."
Die derzeitigen Motoren setzen nur 17 bis 19 Prozent der eingesetzen Energie um. Technisch möglich ist ein viel höherer Wirkungsgrad, nämlich 36 oder 37 Prozent. Die Mineralölwirtschaft, so Müller, habe es bislang versäumt, flächendeckend schwefelarmen Kraftstoff anzubieten. Dieser Treibstoff gilt als Voraussetzung sparsamerer Autos.
Geschlafen hat allerdings längst nicht nur die Industrie. Den Vorwurf wird sich auch die Politik gefallen lassen müssen. Denn schon vor Jahren hat Greenpeace mit dem SmILE bewiesen, dass auch mit der damaligen Technik deutlich sparsamere Autos hergestellt werden konnten: Der Twingo SmILE verbraucht rund die die Hälfte weniger Sprit als ein vergleichbares Serienfahrzeug.
Übrigens: Anlass der SPD-Forderungen sind in erster Linie die hohen Spritpreise. Luftverschmutzung und Klimaerwärmungen werden erst danach genannt.
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