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WWF und Spiegel ONLINE informieren über bedrohte Arten im Internet Vor dem Hintergrund des anhaltenden weltweiten Artensterbens präsentieren Spiegel ONLINE und der WWF ausgewählte, besonders bedrohte Tierarten in einer Internet-Serie. Etwa vier Wochen lang wird täglich eine Tierart vorgestellt. Mit Hilfe einer Übersichtskarte kann sich der Leser per Mausklick gezielt über die ausgewählten Arten informieren. Im vergangenen Jahrhundert sind so viele Pflanzen und Tiere ausgestorben wie nie zuvor in einer so kur-zen Zeitspanne, seit es Menschen auf der Erde gibt. "Nach wie vor ist vor allem der Mensch daran Schuld, dass mehr Arten denn je kritisch vom Aussterben bedroht sind," klagt Roland Melisch, Artenschutzex-perte des WWF. 1000- bis 10.000-mal schneller löscht die Menschheit heute Arten aus, als dies bislang durch den natürlichen Prozess der Evolution geschah. Lebensraumverlust, direkte Ausbeutung und eingebürgerte fremde Arten sind weiterhin die wichtigsten Bedrohungsgründe für die Artenvielfalt. Beispiel Wale: Nicht nur die unkontrollierte Jagd auf Wale setzt den Riesen der Meere zu. Auch die Erwärmung der Meerestemperatur, steigender Schiffsverkehr sowie Gifte und Abfälle in den Ozeanen bedrohen die größten Säugetiere der Welt. Beispiel Nashorn: Alle fünf Rhinozerosarten gehören zu den am meisten bedrohten Tierarten; vor allem, weil der illegale Markt für die Medizin aus dem Horn des Tieres noch nicht ganz ausgetrocknet ist. Die traurige Liste lässt sich lange fortsetzen: Die Gesamtzahl der bekannten bedrohten Arten beläuft sich auf über 16.000. Besonders betroffen sind Süßwasserfische (30 Prozent sind bedroht), Säugetiere und Reptilien (je 25 Prozent) und Amphibien (20 Prozent). Die meisten bedrohten Säugetiere leben in Indone-sien, Indien, Brasilien und China. Bei den bedrohten Pflanzen liegen Lateinamerika und Südostasien an der Spitze.
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