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Das Klonschaf Dolly machte sie berühmt: Die Forscher vom schottischen Roslin Institute gaben 1997 dem Thema Gentechnik eine lebendige Gestalt. Mit der Geburt des ersten geklonten Säugetiers brach weltweit die Diskussion über die Grenzen der Biotechnologie aus. Jetzt, vier Jahre später, hat die öffentliche Meinung den Forscherdrang gebremst, und die Wissenschaftler kündigen einen Prioritätenwechsel an: "Unser Institut kann sich nicht länger ausschließlich auf die Agrarforschung stützen", sagt Professor Graham Bulfield zu BBC News Online. Das Institut reagiert eigenen Angaben zufolge auf das schlechte Image, dass die Agrar-Biotechnolgie auf der Insel habe.
Die Macher von Dolly hatten anfangs noch an Hochleistungstiere vom Reißbrett geglaubt, die - tausendfach identisch - den britischen Farmern ökonomische Sorgen abnehmen sollten. Das aber haben die britischen Verbraucher anscheinend nicht als die Lösung ihrer dringensten Probleme gesehen, seit ihnen BSE und MKS die Augen geöffnet hat. Das Vertrauen in die Landwirtschaft ist bei der britischen Bevölkerung erheblich gesunken. Die negative öffentliche Stimmung ging auch am Roslin Institut nicht spurlos vorbei. Jahr für Jahr ist der Anteil der Agrarforschung im Roslin Institute von 70 Prozent Anfang der neunziger Jahre auf heute 20 Prozent gesunken. Angestiegen ist dagegen der Anteil der medizinischen Forschung an Stammzellen und Zellkernübertragungen.
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