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    Test : Antischimmelmittel

     

    Radikalkur gegen ungebetene Gäste Sie nisten sich im Bad wie im Schlafzimmer ein und machen allergisch. Wer Schimmelpilze verscheuchen will, treibt aber den Teufel mit Beelzebub aus. Denn einige Schimmelmittel können giftiges Chlorgas freisetzen. Wenn sich Fugen und Silikondichtungen im Bad schwarz färben, steht man nicht mehr allein unter der Dusche: Schimmelpilze haben sich eingenistet. Seit viele Häuser besser wärmegedämmt werden und feuchte Luft nicht mehr durch undichte Fenster nach draußen zieht, sind aber auch Schlaf- oder Kinderzimmer immer öfter befallen. Die Feuchtigkeit schlägt sich in den kältesten Ecken des Raumes nieder. Und wo es nasskalt ist, siedeln sich Schimmelpilze gerne an. Die schimmelträchtige Feuchtigkeit wird nicht nur durch zu wenig Lüften und zu kalte Räume begünstigt. Auch bauliche Mängel - zum Beispiel so genannte Wärmebrücken - können die Ursache sein. Das sind schlecht isolierte Stellen wie Fensterstürze, an denen die Wärme schnell nach draußen fließt. Hier ist die Wand kälter und somit kondensationsgefährdeter. Dunkle - oder auch grüne, gelbe und rote - Schimmelflecken an der Wand und schwarze Fugen sind nicht nur ein ästhetisches Problem. Denn Schimmelpilze können der Gesundheit schaden. Ihre winzigen Sporen, aus denen immer neue Schimmelpilze entstehen, schwirren überall in der Luft herum und werden ständig eingeatmet. Die größte Gefahr sind Allergien: "Etwa sechs Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch auf Schimmelpilzsporen", sagt die Chemikerin Ingrid Voigtmann vom Deutschen Allergie- und Asthmabund. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können sich durch das Einatmen der Sporen auch Pilzerkrankungen der inneren Organe einfangen. Trotzdem gibt es bislang keine Grenzwerte für Schimmelpilzbelastungen in der Innenraumluft. Denn es fehlen Daten darüber, ab wann welcher Schimmelpilz gesundheitlich bedenklich ist. Da sich hier etwas tun muss, erarbeitet die Innenraumluft-Kommission des Umweltbundesamtes (UBA) zurzeit einen Leitfaden zu Schimmelpilzen in Gebäuden. "Es wird aber mindestens noch ein Jahr dauern, bis eine Richtlinie fertig ist", sagt Dr. Regine Szewzyk vom UBA. Schimmel - eine endlose Geschichte? Um die Plage loszuwerden, greifen viele Leute zu Anti-Schimmelmitteln. Diese Mittel wirken - wenn überhaupt - meist nur kurzfristig, wie ein Praxistest der Medizinischen Universität Lübeck zeigte. So ist das Problem nach einigen Wochen wieder da. Hinzu kommt: Wenn man diese Mittel einsetzt, ist die Luft nicht nur mit den schädlichen Pilzsporen belastet, sondern auch noch mit Chemie - zumal die meisten Produkte gesprüht werden. Wir haben 16 Anti-Schimmelmittel in Baumärkten und Drogerien eingekauft und ins Labor geschickt. Zehn Produkte enthalten gesundheitlich bedenkliche Stoffe, fünf können sogar giftiges Chlorgas freisetzen. Das sind die Testergebnisse Mit Natriumhypochlorit rücken fünf Produkte den Schimmelpilzen zu Leibe. Diese auch als "Aktiv-Chlor" auf den Etiketten bezeichnete Chemikalie ist für die Gesundheit - und die Umwelt - äußerst schädlich: Wenn man den Sprühnebel der Anti-Schimmelmittel einatmet, bilden sich im Körper chlororganische Verbindungen. Sie gehören zu den reaktivsten Verbindungen überhaupt und können den Körper auf Dauer schädigen. Aus Natriumhypochlorit kann sich zudem leicht reines, schleimhautreizendes Chlorgas bilden, wenn es zusammen mit säurehaltigen Reinigern eingesetzt wird. Deshalb sind diese Produkte "nicht empfehlenswert". Krebsverdächtiges und reizendes Formaldehyd wies unser Labor im Diamant Schimmel-Entferner, im Krautol Anti-Pilzgrund und im Geiger Schimmel-Entferner nach. Letztgenannter enthielt davon sogar mehr als ein Gramm pro Kilogramm. Vier Hersteller setzen bei der Schimmelbekämpfung auf hochreaktive Isothiazolinonderivate - darunter auch halogenorganische Verbindungen. Diese Stoffe gelten als Allergie auslösend. Tipps fürs Renovieren Anti-Schimmelmittel Auf Anti-Schimmelmittel sollten Sie verzichten - vor allem, wenn "Aktiv-Chlor" oder Bleichmittel auf Chlorbasis deklariert sind. Die Mittel können Schimmel auf Dauer nicht beseitigen und gefährden zudem die Gesundheit. Schimmel sollte auf jeden Fall entfernt werden. Für eine dauerhafte Bekämpfung muss die Ursache der Feuchtigkeitsbildung behoben werden. Bereits gekaufte Anti-Schimmelmittel dürfen nicht in den Ausguss gekippt oder in den Müll geworfen werden. Sie gehören zum Sondermüll. Bei stärkerer Schimmelbildung müssen die betroffenen Materialien wie Tapeten oder sogar der Putz entfernt werden. Die beste Vorbeugung gegen Schimmel ist richtiges Lüften: mehrmals am Tag wenige Minuten mit weit geöffneten Fenstern. Die Dauerlüftung mit gekippten Fenstern ist weniger effektiv und Energieverschwendung. Sie kann Schimmelbildung sogar begünstigen, da die Wand oberhalb des Fensters bei kaltem Wetter stark auskühlt und dort Feuchtigkeit kondensieren kann. bn



     
      URL: http://www.oekotest.de/
    25.10.2001
    08 : 06


     
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