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In der Berichterstattung kommt es immer wieder zu Verwechslungen der Anlagen in Gorleben. Im Folgenden hier-zu einige Erläuterungen: Südlich der Gemeinde Gorleben (Landkreises Lüchow-Dannenberg) befinden sich drei An-lagen der Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS) und das Erkundungsbergwerk Gorleben. Das Bergwerk liegt ca. 300 Meter von den Anlagen der GNS entfernt und wird von der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) im Auftrag des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betrieben .
Das Erkundungsbergwerk Gorleben
Die Aufgabe, radioaktive Abfälle sicher endzulagern, liegt beim Bund. Zur Lösung dieser Aufgabe ist dem Bundes-amt für Strahlenschutz die Zuständigkeit für Erkundung, Errichtung und Betrieb von Bundesendlagern übertragen worden. Das BfS bedient sich der DBE, zur Durchführung des Betriebes.
Der Salzstock Gorleben wurde zwischen 1979 und 2000 auf seine Eignung als Endlager für alle Arten radioaktiver, insbesondere hochradioaktiver Abfälle untersucht. Seit dem 1. Oktober 2000 gilt für das Erkundungsbergwerk Gorleben ein Moratorium, das den Stopp sämtlicher Er-kundungsarbeiten an diesem Standort umfasst. In den drei bis 10 Jahren des Moratoriums soll nach wissenschaftlich-technischen Kriterien und auf Grundlage eines noch fest-zulegenden Auswahlverfahrens eine Entscheidung über einen Endlagestandort vorbereitet werden.
Bei dem Erkundungsbergwerk Gorleben handelt es sich weder um ein genehmigtes Endlager noch um ein Zwischenlager. Somit sind hier auch keine radioaktiven Abfälle gelagert.
Transportbehälterlager Gorleben (TBLG)
Das Transportbehälterlager Gorleben ist ein zentrales Zwischenlager für bestrahlte Brennelemente und verglaste Abfälle aus der Wiederaufarbeitung bestrahlter Brennelemente. Insgesamt verfügt das Transportbehälterlager über maximal 420 Stellplätze auf einer Nutzfläche von rund 5.700 m². In diesem Zwischenlager sind bereits bestrahlte Brennelemente und hochradioaktive Abfälle (Glas-kokillen ), insgesamt 14 Behälter, eingelagert. Es ist das Ziel des aus Frankreich kommenden CASTOR-Transports. Bei dem Zwischenlager handelt es sich um eine oberirdische Hallenkonstruktion.
Eigentümer der Anlage ist die Brennelementlager Gorle-ben GmbH (BLG), ein Tochterunternehmen der GNS, die sich im Besitz der Energieversorgungsunternehmen befin-det.
Lager für radioaktive Abfallstoffe (ALG)
Neben dem TBLG - auf dem gleichen Betriebsgelände wird eine weitere Zwischenlagerhalle von der BLG betrieben. Dort werden schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus dem Betrieb der Atomkraftwerke und anderer Nukle-aranlagen zwischengelagert. Die Abfälle sind in unterschiedliche Gebinde wie z.B. Container aus Stahl, Guss oder Beton eingeschlossen. Sie werden im Lager, das aus sechs Lagerkammern besteht, übereinander gestapelt.
Pilot-Konditionierungsanlage (PKA)
Ebenfalls auf dem Gelände der BLG wurde die Pilot-Konditionierungsanlage errichtet. Die Anlage besteht im Kern aus so genannten Heißen Zellen, in denen hinter dicken Betonwänden und Bleiglasfenstern stark strahlen-de Materialien wie z. B. bestrahlte Brennelemente fernbe-dient bearbeitet werden könnten.
Die PKA sollte ursprünglich in erster Linie der Konditionierung von Brennelementen für die direkte Endlagerung die-nen.
Auf der Grundlage der Konsensvereinbarung wurde die Nutzung der PKA im Dezember 2000 von der Landesregierung Niedersachsen genehmigt und auf die Reparatur schadhafter Behälter beschränkt.
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