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Der illegale Handel mit seltenen Tierarten nimmt immer größere Ausmaße an: Allein in Brasilien werden jährlich mehr als 38 Millionen Tiere von kriminellen Händlern gefangen und im In- oder Ausland verkauft. Das berichtet eine neue Studie, die das brasilianische "Nationale Netzwerk gegen den Schmuggel von wilden Tieren" (RENCTAS) jetzt veröffentlicht hat.
Der Handel mit bedrohten Tierarten sei nach dem Waffen- und Drogenschmuggel die drittgrößte grenzüberschreitende Straftat, so die Studie. Die Erlöse werden auf über 20 Milliarden Dollar geschätzt. So bringe das Fell eines Jaguars in den USA 20.000 Dollar ein. Seltene Papageien könnten im Ausland sogar für bis zu 60.000 Dollar verkauft werden.
Meist werden die seltenen Tiere auf lokalen Märkten angeboten, nachdem sie illegal gefangen wurden. Skrupellose Händler schaffen die Tiere von dort auf Schmuggelrouten außer Landes. Eine Vielzahl dieser verbotenen Grenzübergänge sind in der Studie genau dokumentiert. Die brasilianischen Behörden sind gegen den illegalen Tierhandel nahezu machtlos, weniger als ein Prozent aller Schmuggeldelikte würden verhindert. Von 400 kriminellen Organisationen, die illegalen Handel mit seltenen Tieren betreiben, seien mehr als 40 Prozent auch in den Drogenschmuggel involviert, so die Studie. In einem Fall nahm die Polzei Schmuggler fest, die im Körper einer Boa constrictor größerer Mengen Kokain über die Grenze schaffen wollten.
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