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NABU-Präsident Flasbarth tauft Erfurter Nashornbaby auf den Namen "Limpopo"
Zoopark Erfurt und NABU wollen bedrohten Kolossen helfen
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Ein im Thüringer Zoopark Erfurt am Nikolaustag 2001 geborenes männliches Breitmaulnashorn wurde heute in Anwesenheit des "Tierpaten", des Thüringer Handballclubs THC Erfurt-Bad Langensalza, von NABU-Präsident Jochen Flasbarth auf den Namen "Limpopo" getauft. Der Name bezieht sich auf den Limpopo-Fluss an der Grenze zwischen Botswana und Südafrika. Nachdem ein Thüringer Radiosender kurz nach der Geburt des Tieres zur Namensfindung aufgerufen hatte, wählte eine Jury unter 145 Einsendungen den von Peter Munk und Amelie Lehmann vorgeschlagenen Namen aus.
"Limpopo ist nicht nur der bedeutendste Nachwuchs in der 42-jährigen Geschichte des Zooparks, sondern das einzige 2001 in Deutschland geborene Breitmaulnashorn überhaupt", freute sich Zooparkdirektor Dr. Norbert Neuschulz. Weltweit seien im letzten Jahr nur 10 der zweitgrößten Landsäugetiere geboren worden. Neuschulz und Flasbarth erinnerten an die extreme Bedrohung aller fünf Nashornarten durch Hornwilderei. Auch deshalb würden Zoopark und NABU künftig ein Wiederansiedelungsprojekt für Nashörner in Namibia unterstützen. "Trotz vielfältiger sozialer Probleme schützen Arealstaaten wie Namibia unser gemeinsames Naturerbe -- dafür brauchen sie unsere Hilfe", sagte NABU-Präsident Flasbarth.
Für die Dauer eines Jahres wird der Verein der Zooparkfreunde in Erfurt mit seinem im Zoopark aufgestellten Spendentrichter Geld für das Hilfsprojekt sammeln. Mit der Unterstützung des "Etosha Rand Conservation Area Nashorn Umsiedelungs- und Forschungsprojektes" (ENUF) wird die im August 2000 zwischen NABU und dem Verband deutscher Zoodirektoren beschlossene Zusammenarbeit bei der Bewahrung bedrohter Arten mit Leben erfüllt. Am Südrand des Etosha-Nationalparks sollen auf einer Fläche von 135 km² privaten Farmlandes sowohl Breit- als auch Spitzmaulnashörner wieder angesiedelt werden.
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11.01.2002 08 : 00
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