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Etwa ein Drittel aller in Deutschland zugelassenen Pkw sind mit einer Klimaanlage ausgestattet. Bei Erstzulassungen deutscher Marken betraegt die Ausruestungsquote bereits fast 87 Prozent. Als Kaeltemittel dient heute Tetrafluorethan (R 134a), ein teilfluorierter Kohlenwasserstoff (HFKW), dessen Emissionen zur Erwaermung der Atmosphaere beitragen. Bereits im Jahr 2000 entsprach allein in Deutschland der Ausstoss von Treibhausgasen aus Auto-Klimaanlagen einer Groessenordnung von rund 1,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Auch mit regelmaessig durchgefuehrten Wartungen sind diese Emissionen nicht zu vermeiden. Dieses Ergebnis geht aus einer Studie hervor, die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) vom Buero fuer Umweltforschung und Beratung (OEko-Recherche), Frankfurt/Main, erstellt wurde. Der Praesident des UBA, Prof. Dr. Andreas Troge, appelliert deshalb an die Autofahrerinnen und Autofahrer: "Eine Klimaanlage steht beim Autokauf bei vielen auf der Wunschliste. Das erhoeht sicher den Fahrkomfort. Es fuehrt aber auch zu deutlich hoeherem Kraftstoffverbrauch. Ausserdem entweichen bei jeder Klimaanlage Kaeltemittel, die das Klima schaedigen. Autofahrer sollten deshalb ueberlegen, ob im Interesse der Umwelt und ihres eigenen Geldbeutels eine Klimaanlage wirklich erforderlich ist."
Seit dem Verbot des Kaeltemittels R 12 (Dichlordifluormethan) - es schaedigt die Ozonschicht - wird R 134a als Kaeltemittel eingesetzt. Dieser Umstieg war ein wesentlicher Schritt zum Schutz der Ozonschicht. Allerdings besitzen HFKW ein sehr hohes Treibhauspotenzial und wurden daher 1997 in das Kyoto-Protokoll aufgenommen, das die Emissionen von Treibhausgasen weltweit beschraenkt.
Aus jeder Pkw-Klimaanlage entweichen im Durchschnitt etwa 8,2 Prozent des Kaeltemittels pro Jahr in die Atmosphaere. Hinzu kommen Emissionen bei der Fahrzeugentsorgung oder -verschrottung. Pkw-Klimaanlagen foerdern somit direkt durch die Kaeltemittel-Emissionen und indirekt durch die zusaetzlichen CO2-Emissionen wegen des deutlich hoeheren Kraftstoffverbrauchs den Treibhauseffekt.
Als Alternative zu den HFKW entwickelten verschiedene Hersteller Klimaanlagen mit CO2 als Kaeltemittel. Sie werden zur Zeit noch erprobt. Nach der Markteinfuehrung kann dann zumindest der Anteil der Emissionen vermieden werden, der durch das Kaeltemittel bedingt ist. Die Reduktion der Zusatzemissionen ist jedoch nur durch Verzicht auf eine Klimaanlage moeglich.
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