| |
Die Umweltkontor Renewable Energy AG, Erkelenz, führt ab Donnerstag, 18. Juli 2002 über einen Zeitraum von sechs Wochen eine repräsentative Touristenbefragung zum Thema "Offshore Windenergieanlagen vor der Küste Rügens" durch.
Sowohl Urlauber als auch Ortsansässige können an der Umfrage an den Kreidefelsen am Königsstuhl im Nationalpark Jasmund teilnehmen. Ergänzt wird die Befragung durch Schautafeln, die den von Umweltkontor geplanten Offshore Windpark "Adlergrund" vorstellen und darüber hinaus einige weiterführende Informationen zur Offshore Windenergienutzung geben. Der Offshore Windpark "Adlergrund" mit insgesamt 160 Windenergieanlagen soll 40 km nordöstlich von Rügen errichtet werden und bei einer Gesamtleistung von ca. 680 Megawatt Strom für etwa 2 Mio. Menschen liefern.
Für die Touristenbefragung konnte Umweltkontor den World Wildlife Fund for Nature (WWF) "Projektbüro Ostsee" (Stralsund) sowie den Landkreis Rügen als Co-Initiatoren gewinnen. Die Durchführung der Umfrage erfolgt in Zusammenarbeit mit der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald unter Leitung von Prof. Konrad Ott, Inhaber der Professur für Umweltethik.
Offshore Windparks sind ein wichtiger Baustein für den Umbau der zukünftigen Energieversorgung mit einem hohen Anteil an Erneuerbaren Energien. Zudem tragen sie dazu bei, den drohenden Klimawandel zu vermeiden. So erspart der geplante Windpark "Adlergrund" der Umwelt im Vergleich zum heutigen nuklearen und fossilen Energiemix mehr als 1 Mio. Tonnen Kohlendioxid, fast 700 Tonnen Schwefeloxidsowie ca. 1 Mio. Tonnen an anderen Treibhausgasen.
"Ein Schwerpunkt der Befragung ist der Einfluss, den ein Offshore Windpark auf Besucher, Einwohner und den Wirtschaftszweig Tourismus haben könnte", so Rüdiger Wolf, Leiter Neue Energien bei Umweltkontor und verantwortlich für die Offshore Projekte des Unternehmens. "Das Thema der Landschaftsästhetik ist eine der zentralen Fragestellungen, die es auf Anregung des Landkreises im Rahmen der Voruntersuchungen für das Offshore Windenergieprojekt zu klären gilt."
Die Befragung wird voraussichtlich bis zum 31. August andauern. Die Ergebnisse werden im Oktober zusammen mit einem Zwischenbericht zur derzeit vom Institut für angewandte Ökologie, Brodersdorf bei Rostock, durchgeführten Umweltverträglichkeitsuntersuchung der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
|
|
|