Fach-Artikel
 
  • Ökologisches Bauen im Einklang mit der Natur
    - Architekten lernen, wo Süden ist

  • Ökologischer Innenausbau - die inneren Werte Ihres Hauses

  • Welchen Vorteil bieten Naturfarben?

  • Blowerdoor - Ist Ihr Haus winddicht?
  •  

    Kontakt
      Datenschutz

    Impressum
     

    Werbung
      Wir bieten Ihnen eine ideale Werbeplattform im ökologischen Markt

    Werbung auf ÖKO-Adressen.de und Öko-News.de

    ÖKO-NEWS Branchenbuch mit Fachartikeln und Brancheneinträgen für Firmen.
     

    ÖKONEWS - Nachrichten und Pressemeldungen
    Ältere Nachricht  |   ÖKO-NEWS Startseite  |   Letzten Seite  |   Aktuellere Nachricht
    News an Bekannten mailen  |   Druckansicht aufrufen

    Test: Chicken-Nuggets

     

    Zicke-Zacke Hühnerkacke Kinder lieben Chicken-Nuggets. Doch die von uns beauftragten Labore haben darin das Krebs erregende und daher verbotene Antibiotikum Nitrofuran und krank machende Bakterien gefunden. Eigentlich müsste einem der Appetit auf Fleisch und Wurst längst vergangen sein, denn gerade hier jagt ein Lebensmittelskandal den nächsten: Erst die BSE-Krise, dann gerieten Bio-Produkte durch die Nitrofen-Verseuchung in Verruf. Später wurde das längst verbotene Antibiotikum Nit-rofuran in konventionellen Fleischimporten aus Thailand und Brasilien entdeckt. ÖKO-TEST fand in Putenfleisch Reste von Antibiotika. Dann machte holländisches Schweinefleisch wegen Rückständen von Hormonen Schlagzeilen, außerdem wurde dort Hühnchenfleisch mit Rinderproteinen gefunden. Was schon Erwachsene nur schwer nachvollziehen können, ist Kindern erst recht nicht zu erklären: Warum sollen plötzlich ihre Lieblingsspeisen wie Würstchen oder Chicken-Nuggets gefährlich sein? Und besorgte Eltern fragen sich inzwischen - ratloser denn je -, was sie noch tun können, um ihre Kinder vor verseuchten Lebensmitteln zu schützen. Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Auf keinen Fall müssen Eltern rigoros alles, über das momentan negativ berichtet wird, vom Speiseplan streichen. Denn alle Untersuchungen - auch die des ÖKO-TEST-Magazins - zeigen immer wieder: Es gibt auch unbelastete Produkte. Die zu erkennen, ist allerdings immer schwieriger geworden. So rät ÖKO-TEST schon seit vielen Jahren, gerade bei Lebensmitteln auf Bio-Qualität umzusteigen. So schmerzhaft der Nitrofen-Skandal für Verbraucher und Öko-Bauern auch war und ist: Bei Bio-Produkten hat man die größte Garantie, nicht mit dem ganzen Sammelsurium chemischer Gifte belästigt zu werden, die die industrielle Großproduktion seit Jahren einsetzt, um dem Verbraucher billige Produkte aufzutischen. Doch immer klarer wird, dass die Konsumenten in Wirklichkeit teuer dafür bezahlen. Aktuelles Beispiel Nitrofuran: Die Substanz ist Krebs erregend und daher bereits seit 1993 in der EU verboten. Auch in Brasilien und Thailand ist das Medikament für die Tierzucht seit kurzem nicht mehr erlaubt. Das Antibiotikum wird den Tieren meist über das Tränkwasser verabreicht. "Bislang konnte das Medikament nur dort nachgewiesen werden, was die Kontrolle von Importen so gut wie unmöglich machte", erklärt Dr. Ina Schädicke vom Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin. Erst seit Anfang diesen Jahres gibt es ein sicheres Testverfahren für Nitrofuran - und das können derzeit nur vier Labore in Europa anwenden. Im März diesen Jahres fand das Department of Agricul-ture and Rural Development in Nordirland Nitrofuran in mehr als zehn Prozent der untersuchten Importe. Damit sich Eltern gerade in der aktuellen Situation besser orientieren können, schickten wir die Lieblingsspeise der Kinder in die Labore. Um eine mögliche Belastung mit Nitrofuran feststellen zu können, mussten die 18 Proben, darunter sowohl Hähnchen- als auch Truthahnfleisch, bis in die Niederlande reisen. Außerdem ließen wir überprüfen, ob Nitrofen und andere Pestizide, krank machende Bakterien oder andere Antibiotika im Fleisch stecken. Das Testergebnis Sieben Sorten Chicken-Nuggets können Sie Ihren Kindern bedenkenlos auftischen, sie schneiden mit "sehr gut" ab. Zweimal aber mussten wir ein "ungenügend" vergeben. In drei Proben entdeckte das niederländische Labor Rikilt Krebs erregendes Nitrofuran. Rikilt untersucht normalerweise im Auftrag der niederländischen Regierung und liefert Analysen für das niederländische Ministerium für Landwirtschaft. Belastet sind die Chicken Tacos und die Geflügel Dippers im Backteig von Iglo sowie die Hähnchen Nuggets der Rewe-Hausmarke Salto. Entweder stammen diese Proben aus älteren Beständen, oder das Mastmittel wird trotz des Verbots weiter eingesetzt. Andere Antibiotika, die während der Mast eingesetzt werden, damit die Tiere schneller wachsen, wies das Labor nicht nach. Das heißt aber nicht, dass keine solchen Mastmittel eingesetzt wurden, denn wenn sie ausreichend lange vor der Schlachtung abgesetzt werden, sind sie im Fleisch nicht mehr nachweisbar. Zu viele E.coli-Bakterien, die schlimme Durchfallerkrankungen auslösen, stecken in den Omega Hähnchen Snacks von Handelsmarken. Auch Campylobacter hat das Labor in einem Produkt gefunden: Die Gut Frielingshof Hähnchen Nuggets von Lidl sind damit belastet. Das Bakterium ist in Deutschland die zweithäufigste Ursache für bakterielle Darmerkrankungen. Außerden überschreitet die Gesamtkeimzahl bei den Gut "Drei Eichen" Hähnchen Chicken Chips von Aldi Nord den Richtwert - ein Indiz dafür, dass bei der Hygiene geschlampt wurde. Die Ergebnisse sind erstaunlich, da Keime eher bei frischem Fleisch auftreten und normalerweise kein Problem bei Tiefkühlkost sind. Immerhin: Eine Salmonellen-Erkrankung muss man nach dem Verzehr der Produkte nicht befürchten, diese Keime wurden nirgends entdeckt. Der Fleischanteil variiert erheblich: Die Chicken Tacos von Iglo bestehen nicht mal zur Hälfte aus Fleisch. Die Bio-Chicken-Nuggets von RoBert's Bio-Geflügel enthalten dagegen 84 Prozent Fleisch. Ungebratene Nuggets enthalten Muskelfleisch. In allen vorgebratenen und verzehrfertigen Produkten stecken minderwertige Fleischabfälle, billiges Nerven- und Bindegewebe sowie Fett und Geflügelhaut. Viele vorgebratene und die beiden verzehrfertigen Produkte enthalten zu viele ungesunde Transfettsäuren. Ein Kind von vier bis sechs Jahren nimmt rund 1450 Kalorien am Tag zu sich. Nicht mehr als ein Prozent dieser Energie sollte aus Transfettsäuren stammen, das entspricht 1,61 Gramm. Nicht nur die Chicken McNuggets von McDonald's als fertig gebackenes Fingerfood überschreiten den kritischen Wert. Wesentlich mehr Transfettsäuren enthalten die Chicken Tacos von Iglo. Aber schon die Hälfte der Tageshöchstmenge ist zu viel -schließlich essen Kinder noch andere fettreiche Lebensmittel. Damit fallen weitere fünf Produkte negativ auf. Nitrofen hat das Labor nicht entdeckt. Auch mit anderen Unkraut- oder Insektenvernichtungsmitteln aus dem Futter ist das Fleisch nicht belastet. Das haben wir untersucht Nitrofuran: Das Antibiotikum wirkt Krebs erregend und ist deswegen bereits seit 1993 in der Europäischen Union verboten. Es war in der Tiermast erlaubt. Andere Antibiotika werden in der Massentierhaltung auch vorbeugend gegen Krankheiten eingesetzt. Das fördert die Bildung resistenter Bakterien. Es besteht somit die Gefahr, dass Medikamente beim Menschen nicht mehr wirken. Aerobe Gesamtkeimzahl: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sieht für Geflügel einen Richtwert von 500000 Kolonie-bildenden Einheiten pro Gramm (KbE/g) und einen Warnwert von zehn Millionen KbE/g vor. Beides weist auf mangelhafte Hygiene bei der Herstellung hin, oberhalb des Warnwertes ist sogar mit Verderb zu rechnen. Staphylococcus aureus: Einige Arten dieses Bakteriums produzieren Gifte, die Lebensmittelvergiftungen hervorrufen. Für Staphylokokken setzt die FAO einen Richtwert von 1000 KbE/g. Escherichia coli weisen auf eine fäkale Verunreinigung hin. Thermotolerante Campylobacter: Bakterium, das Durchfallerkrankungen auslöst. Es findet sich hauptsächlich in Geflügelfleisch und -innereien und ist bereits in geringer Menge gefährlich. Der Gesamtfettgehalt gibt an, wie viel Fett Fleisch und Panade zusammen enthalten. Transfettsäuren können beim Härten von Fetten entstehen. Sie wirken sich ungünstig auf den Cholesterinspiegel aus und begünstigen Arterienverkalkung. Fleischanteil: Manche Chicken-Nuggets bestehen zu weniger als der Hälfte aus Fleisch, der Rest ist Panade. Formfleisch ist stark zerkleinertes, gepresstes Fleisch, in dem sich oft Nerven- und Bindegewebe sowie Geflügelhaut finden. Autor: Sybille Franck



     
      URL: http://www.oekotest.de/
    16.08.2002
    08 : 01


     
    Ältere Nachricht  |   Zur Startseite  |   Zur letzten Seite  |   Aktuellere Nachricht
    News an Bekannten mailen  |   Druckansicht aufrufen
     
    Finden Sie passende Anbieter und Produkte zu diesem Thema im
    ökologischen Branchenbuch - ÖKO-Adressen.de
     

     



    Pressemitteilungen
      Veröffentlichen Sie Ihre Unternehmens-Mitteilungen regelmäßig über unser Portal!


     

    Schlagwort-Suche
     
    Geben Sie Ihr Suchwort ein, Sie bekommen dann alle relevanten News angezeigt!

     

    Datum-Suche
      Suchen Sie nach Nachrichten zu einem bestimmten Datum!


     

    RSS/XML-Feeder
      Veröffentlichen Sie die ÖKO-News auf Ihrer Homepage! Oder lesen Sie immer die neusten Nachrichten mit Ihrem Newsreader.

     

    Auszeichnungen
      "Ausgezeichnet" findet auch die Fachpresse unser Portal:




     

    ÖKO-Adressen.de
      Das ökologische Branchenbuch im Internet!

    ÖKO-Adressen.de - Umwelt - Alternativ - Branchenbuch

  • Zur Firmen-Suche


  • Eintrag-Infos anfordern

  •  

    Weiter lesen