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Der Naturschutzbund NABU hat einen Tag vor Beginn der 7. Vertragsstaatenkonferenz der "Konvention zum Schutz wandernder Tierarten" (CMS) in Bonn an alle Teilnehmer appelliert, mit konsequenten Vereinbarungen den Schutz gefährdeter Arten länderübergreifend zu verbessern. "Gerade Tiere, die nicht an einem Ort verweilen, sondern in regelmäßigen Abständen Wanderungen über weite Strecken zurücklegen, sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Deshalb seien die internationale Zusammenarbeit, die präzise Abstimmung von Maßnahmen und verbindlich gefasste Beschlüsse von größter Bedeutung. Die so genannte "Bonner Konvention" hatte sich erstmals 1979 als eines der wichtigen globalen Abkommen besonders mit dem Phänomen der Tierwanderung befasst.
Besondere Hoffnungen knüpfe der NABU an eine Resolution zum Vogelschutz an Energiefreileitungen. "Für viele seltene Vogelarten zählen tödliche Stromschläge an Freileitungen zu den Hauptursachen ihres Bestandsrückgangs", so Flasbarth. Dieses Problem finde international noch immer zu wenig Beachtung, obwohl gerade auch bekannte Arten wie Weiß- und Schwarzstorch, Uhu, Schreiadler oder Gänsegeier durch Stromtod gefährdet seien. Der NABU habe gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium eine Resolution vorbereitet, um das Problem künftig auch weltweit wirksam einzudämmen. "Die Maßnahmen, die wir in Deutschland mit der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes verbindlich und vorbildlich festgeschrieben haben, müssen jetzt auch international aufgegriffen werden und zum Durchbruch bei diesem traurigen Thema führen", betonte Flasbarth.
Nach Erhebungen des NABU in mehreren Ländern Mittel- und Osteuropas gefährden hohe "Stromtod-Verluste" die Bestände von 26 Vogelarten. "Besonders auf Strommasten mit Stützisolatoren droht den Vögeln ein tödlicher Stromschlag", erklärte NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow. Der NABU fordere, bei neuen Masten sichere Hängeisolatoren zu verwenden und alte Strommasten durch spezielle Abdeckhauben abzusichern. In einer Broschüre, die der NABU zusammen mit dem Umweltministerium herausgibt, sind die Ergebnisse der Studie und ein Maßnahmen-Katalog zusammengefasst.
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