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Umweltbundesamt und Fachleute empfehlen neue Ausbildungsangebote
Oekotoxikologen bewerten Chemikalien und deren Wirkungen auf die Umwelt. Obwohl sie auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind, gibt es jedoch in Deutschland zu wenige von ihnen. Der Praesident des Umweltbundesamtes (UBA), Prof. Dr. Andreas Troge, sagt dazu: "In Industrie, Behoerden und Instituten mangelt es an qualifizierten Oekotoxikologen, die in der Lage sind, anstehende Aufgaben im Umweltschutz wahrzunehmen. Das muss sich aendern." Bisher aber gibt es keine allgemein anerkannte Ausbildung fuer Oekotoxikologen. Gruende dafuer sind unter anderem: Es existiert kein klares Berufsbild, eine einheitliche Ausbildung fehlt, und niemand ueberpruefte bisher die Qualitaet der Ausbildung. Um den Bedarf an Oekotoxikologen und ihre zukuenftige Ausbildung zu diskutieren, trafen sich auf Einladung des UBA Ende Oktober 2002 rund vierzig Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen, Behoerden, Großforschungseinrichtungen, Pruefinstituten und chemischer Industrie in Berlin. Bereits heute fuehrt dieser Mangel dazu, dass es immer schwieriger wird, Entscheidungen ueber Einsatz, Verbote und Beschraenkungen von Chemikalien und Bewertungsfragen im Umweltschutz mit der erforderlichen Kompetenz und Sorgfalt vorzubereiten und zu treffen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz schlugen als Sofortmaßnahme vor, in Analogie zur Ausbildung zum Fachtoxikologen eine Zusatzausbildung im Bereich der Oekotoxikologie anzubieten, die mit dem Zertifikat Fachoekotoxikologe abgeschlossen wird.
Gleichzeitig wurde aber auch festgestellt, dass eine sachgerechte Beurteilung der Wirkung von Chemikalien haeufig schwierig moeglich ist, weil grundlegende Informationen zum Umweltzustand sowie zur Wirkung der Chemikalien fehlen. Hier macht sich bemerkbar, dass der Stand der oekotoxikologischen Forschung in Deutschland unzureichend ist. Viele Institutionen foerdern nur noch zoegernd solche Forschungsprojekte. Ein sicherer Umgang mit Chemikalien ist jedoch nur moeglich, wenn wir ueber ihre Wirkung in der Umwelt Bescheid wissen.
Fuer weitere Informationen steht als Kontaktperson im UBA Dr. Jan Ahlers, Tel.: 030/ 8903 3120; e-Mail: jan.ahlers@uba.de zur Verfuegung
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