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Bundesumweltminister Juergen Trittin und NRW-Umweltministerin Baerbel Hoehn: Der Nationalpark Eifel schafft neue Chancen fuer die wirtschaftliche Entwicklung des laendlichen Raums und fuer den Erhalt des nationalen Naturerbes
Bundesumweltminister Juergen Trittin und NRW-Umweltministerin Baerbel Hoehn haben heute das Gebiet des geplanten Nationalparks Eifel bereist. Auf Einladung des Deutschen Naturschutzrings, DNR, besichtigten sie den zukuenftigen 14. Nationalpark Deutschlands, der international bedeutsame Mittelgebirgs-Buchenwaelder schuetzen wird. Gleichzeitig werden hier gemeinsam mit den Buergerinnen und Buergern Konzepte zur Entwicklung der Region unter anderem durch sanften Tourismus erarbeitet.
Bundesumweltminister Juergen Trittin: "Deutschland traegt eine besondere Verantwortung fuer den Schutz von Buchenwaeldern. Denn in unserem Land liegt der Schwerpunkt ihrer weltweiten Verbreitung. Die Bewahrung unseres Naturerbes hat fuer die Bundesregierung eine besondere Bedeutung. Deshalb unterstuetze ich das Vorhaben, in der noerdlichen Eifel den 14. deutschen Nationalpark einzurichten. Nationalparke sind fuer die Natur und auch fuer die Menschen der jeweiligen Region ein Gewinn. Sie sind immer auch ein Magnet fuer Besucher und staerken auf naturvertraegliche Weise die Wirtschaftskraft der jeweiligen Region."
NRW-Umweltministerin Baerbel Hoehn: "Die Buergerinnen und Buerger aus dieser Region tragen den geplanten Nationalpark Eifel. Dieser Nationalpark kann deshalb zum bundesweiten Beispiel fuer die Verbindung von Naturschutz und Regionalentwicklung werden. Er bietet durch seine europaweit bedeutenden Naturschoenheiten Chancen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplaetzen. Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus werden hier fuer neue wirtschaftliche Chancen der Region miteinander verbunden. Der Nationalpark traegt wesentlich zur Entwicklung eines europaweiten zusammenhaengenden Biotopverbundsystems bei."
Das Gebiet des zukuenftigen Nationalparks Eifel zeichnet sich bereits heute durch einen hohen Grad an Naturnaehe aus. Schon jetzt bietet er allein ueber 230 gefaehrdeten Tier- und Pflanzenarten eine Rueckzugsmoeglichkeit. Uhu, Mittelspecht, Schwarzmilan, Rotmilan, Eisvogel, Biber und Wildkatze gehoeren mit dazu. 52 Prozent des zukuenftigen Nationalparks Eifel sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Grosse Teilbereiche wurden als FFH-wuerdig eingestuft. Das Gebiet gehoert mit einer Gesamtgroesse von fast 100 Quadratkilometern zu den groessten unzerschnittenen Raeumen in NRW. Mit dem Nationalpark sollen die fuer die Naturlandschaft der noerdlichen Eifel charakteristischen Lebensraeume und Lebensgemeinschaften auf bodensauren Standorten besonders geschuetzt werden. Dies sind vor allem Laubwaelder, Quellgebiete, Bachtaeler, Felsbildungen und diverse Offenlandbiotope.
Nach den bisherigen Planungen wird der Nationalpark insgesamt 9.350 Hektar zwischen Nideggen im Nordosten und dem Koenigreich Belgien im Suedwesten und den suedlichen Teilen der Kreise Aachen und Dueren sowie den westlichen Teil des Kreises Euskirchen umfassen. Der Nationalpark Eifel soll zu zwei Dritteln in den umliegenden landeseigenen Staatsforsten Kermeter, Hetzinger Wald und Dedenborn entstehen. Darueber hinaus fliessen Bundesflaechen des rund 3.300 Hektar grossen Truppenuebungsplatzes Vogelsang ein, der seit Kriegsende von den belgischen Streitkraeften genutzt wird. Die belgische Regierung hatte erklaert, den Truppenuebungsplatz im Jahre 2004 zu raeumen. Am 1. Januar 2004 soll die Nationalparkverordnung in Kraft treten.
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