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Trittin regt integriertes Konzept zum Meeresumweltschutz an
Anlaesslich der Vorstellung des Gutachten "Meeresumweltschutz fuer Nord- und Ostsee" durch den Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen unterstrich Bundesumweltminister Juergen Trittin heute die Notwendigkeit, die noch nicht geloesten Probleme im Bereich des Schutzes von Nord- und Ostsee offensiv anzugehen: "Obwohl in den letzten zwanzig Jahren sehr viel geschehen ist, kann von Entwarnung keine Rede sein. Wir brauchen dringend eine nationale Strategie zum Meeresumweltschutz, die in enger inhaltlicher Anbindung an die EU-Meeresschutzstrategie entwickelt werden muss."
"Der integrative Politikansatz, d.h. die Einbindung von Umweltgesichtspunkten in andere Politikbereiche, muss auf europaeischer und nationaler Ebene parallel entwickelt und umgesetzt werden" sagte Bundesumweltminister Juergen Trittin. "Der noch immer zunehmende Nutzungsdruck auf Nord- und Ostsee erfordert zusaetzliche koordinierte Anstrengungen, die nur in einem uebergreifenden Politikansatz geleistet werden koennen."
Trittin verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass weitere Reduzierung der Eutrophierung von Nord- und Ostsee nur durch eine grundlegende Reform der europaeischen Agrarpolitik erreicht werden kann und dass eine gemeinsame Fischereipolitik nach oekologischen Kriterien weiterentwickelt und konsequent umgesetzt werden muss. Auch der Eintrag gefaehrlicher Stoffe in Nord- und Ostsee kann nur ueber gemeinschaftliche Anstrengungen geregelt werden. Das Gutachten zeige die Notwendigkeit, den mit der EU-Strategie zum Meeresschutz angestrebten integrativen Politikansatz von einem gleichgerichteten nationalen Ansatz begleiten zu lassen.
Seit dem ersten Sondergutachten 1980 "Umweltprobleme der Nordsee" konnten in der internationalen Zusammenarbeit, vielfach von der Bundesregierung initiiert, große Erfolge erzielt werden. Das Gutachten unterstreicht im Ergebnis die fachlichen Weichenstellungen, die insbesondere auch durch die Bremer Ministerkonferenzen von OSPAR und HELCOM in 2003 vorgenommen worden sind. Diese gilt es konsequent zu verfolgen.
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