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    WWF: Der IMO-Beschluss, die Ostsee als Besonders Empfindliches Meeresgebiet (PSSA) auszuweisen, ist der entscheidende Durchbruch für den Schutz der Ostsee Die Umweltschutzorganisation WWF ist erfreut über die heutige Entscheidung der Internationalen Schifffahrtsorganisation IMO, die Ostsee „im Prinzip“ als Besonders Empfindliches Seegebiet (PSSA) auszuweisen. Alle baltischen Staaten außer Russland stimmten mit ihrem Votum für diesen wegweisenden Schritt. Aufgrund dessen konnte sich ein Blockadeversuch des Ölriesen Russland und einiger Billigflaggenstaaten nicht durchsetzen, diese und weitere PSSA-Ausweisungen bis auf weiteres generell zu verhindern. Für diesen Durchbruch hatte sich der WWF seit Jahren eingesetzt, da der PSSA-Status eine wichtige Voraussetzung für konkrete Schutzmaßnahmen in punkto Schiffssicherheit ist - wie beispielsweise Lotsenpflicht und Befahrensbeschränkungen, mit deren Hilfe verheerende Ölunfälle wirksam verhindert werden können, die ansonsten die Ostsee über Jahrzehnte hinaus empfindlich schädigen könnten. Der WWF hat daher auch seine fachliche Expertise in die Ausarbeitung der technischen Grundlagen für die PSSA-Ausweisung der Ostsee seit Jahren eingebracht. „Die Ostsee ist eines der empfindlichsten Seegebiete der Welt wegen ihres langsamen Wasseraustauschs und ihrer Vielzahl seltener Arten. Der WWF ist daher hoch erfreut darüber, dass die Regierungen der Schifffahrtsnationen die einzig wahre und längst überfällige Entscheidung getroffen haben, dieses ökologisch wertvolle Gebiet zu schützen. Die IMO hat damit ein klares Zeichen gesetzt, dass „Seelenverkäufer“ keine Zukunft haben auf unseren Meeren und dass wirtschaftliche Interessen im Einklang mit dem Schutz unserer elementaren Ressourcen stehen müssen“ kommentiert WWF-Geschäftsführer Dr. Peter Prokosch. WWF appelliert nun an die Anrainerstaaten der Ostsee, bis 2005 effektive flankierende Maßnahmen auszuarbeiten, um die Schiffssicherheit in der Ostsee zu stärken. Erst diese Maßnahmen, wie Schlepperdienste, Nothäfen und Lotsenpflicht, können Hochrisikorouten wie Kadetrinne und Dänische Belte wirksam schützen. Konkrete Maßnahmen bilden außerdem die Voraussetzung für die endgültige formale Anerkennung des Meeresgebietes als PSSA durch ein weiteres IMO-Komitee ab 2006. Außerdem drängt WWF die Russische Föderation, die eigenen Hoheitsgewässer ebenfalls in den Rahmen der Ostsee-PSSA zu stellen. Weitere Etappenerfolge auf dieser IMO-Konferenz bestanden in der prinzipiellen Ausweisung der Kanarischen Inseln sowie der Galapagosinseln als PSSA. Obwohl es sich um kleinere Gebiete handelt, sind auch hier hochrangige ökologische Nischen endlich mit einem Schutz versehen worden.



     
      URL: http://www.wwf.de
    05.04.2004
    10 : 31


     
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