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Mainz, 30.07.04. Beim Stichwort Hähnchen denken viele an kross gebratenes Grillfleisch. Das Schicksal der jährlich 350 Millionen in Deutschland verzehrten Hähnchen ist - im Gegensatz zu den Legehennen und Puten - recht unbekannt. Die Hähnchenmast kennzeichnet sich heute zu 98 Prozent durch hohe Intensivität mit schnellstmöglichem Wachstum, hohem Medikamenteneinsatz und unzureichenden Regelungen für die Haltebedingungen. Biologische Hühnerhalter leisten daher noch immer Pionierarbeit, wenn sie daran arbeiten, mit Einstreu, Sitzstangen und Auslauf im Grünen die ursprünglichen Lebensräume nachzuahmen. Doch auch sie stehen vor großen Herausforderungen, wenn sie zum Beispiel den besonderen Futteransprüchen der Tiere gerecht werden wollen - ohne synthetische Aminosäuren, Genfutter und Griff in die Arzneikiste. Weitere Hintergrundinformationen, eine tabellarische Gegenüberstellung der unterschiedlichen Wirtschaftsweisen, Fotos und Rezepte erhalten Multiplikatoren und Verbraucher kostenlos unter www.biotiere.de.
Für die Vermarktung von konventionellem Geflügelfleisch definiert der Gesetzgeber die Kennzeichnungen "extensive Bodenhaltung", "Auslaufhaltung", "bäuerliche Auslaufhaltung", "bäuerliche Freilandhaltung". Keine dieser konventionellen Halteformen kann mit den Vorgaben für die Biogeflügelmast mithalten. Denn grundsätzlich ist für alle Biotiere nicht nur Außenauslauf und eine deutlich größere Stallfläche vorgeschrieben, sondern auch die Versorgung mit Biofutter. Fehlt auf der Verpackung der Hinweis auf "Bio" bzw. "Öko" oder eine der genannten Haltungsformen, muss der Kunde davon ausgehen, dass das Geflügelfleisch aus den 98 Prozent intensiver Bodenhaltung stammt.
Unsere Vorfahren nutzten die Hennen für die Eierproduktion, während die überzähligen Hähne im Kochtopf landeten. Erst im letzten Jahrhundert wurden spezielle Lege- und Fleischrassen gezüchtet. Doch eine hohe Legeleistung führt zu geringerem Fleischansatz und umgekehrt. Bei den Fleischrassen werden sowohl männliche als auch weibliche Tiere zusammen gemästet. Das Brathähnchen kann also ebenso eine Brathenne sein.
Auf dem Münchener Oktoberfest vom 18. September bis 3. Oktober 2004 können im Ammer-Traditionszelt "Bio-Hendl" getestet werden. Weitere Infos unter www.ammer-wiesn.de.
Das nächste "Tier des Monats" ist im September das Milchvieh. Dann wird verraten, warum eine Biomilchkuh älter als ihre konventionellen Kolleginnen wird, welche Rolle GPS im Stall spielt und welche Kuchen Milchrinder am meisten lieben.
Mainz, 30.07.04. Beim Stichwort Hähnchen denken viele an kross gebratenes Grillfleisch. Das Schicksal der jährlich 350 Millionen in Deutschland verzehrten Hähnchen ist - im Gegensatz zu den Legehennen und Puten - recht unbekannt. Die Hähnchenmast kennzeichnet sich heute zu 98 Prozent durch hohe Intensivität mit schnellstmöglichem Wachstum, hohem Medikamenteneinsatz und unzureichenden Regelungen für die Haltebedingungen. Biologische Hühnerhalter leisten daher noch immer Pionierarbeit, wenn sie daran arbeiten, mit Einstreu, Sitzstangen und Auslauf im Grünen die ursprünglichen Lebensräume nachzuahmen. Doch auch sie stehen vor großen Herausforderungen, wenn sie zum Beispiel den besonderen Futteransprüchen der Tiere gerecht werden wollen - ohne synthetische Aminosäuren, Genfutter und Griff in die Arzneikiste. Weitere Hintergrundinformationen, eine tabellarische Gegenüberstellung der unterschiedlichen Wirtschaftsweisen, Fotos und Rezepte erhalten Multiplikatoren und Verbraucher kostenlos unter www.biotiere.de.
Für die Vermarktung von konventionellem Geflügelfleisch definiert der Gesetzgeber die Kennzeichnungen "extensive Bodenhaltung", "Auslaufhaltung", "bäuerliche Auslaufhaltung", "bäuerliche Freilandhaltung". Keine dieser konventionellen Halteformen kann mit den Vorgaben für die Biogeflügelmast mithalten. Denn grundsätzlich ist für alle Biotiere nicht nur Außenauslauf und eine deutlich größere Stallfläche vorgeschrieben, sondern auch die Versorgung mit Biofutter. Fehlt auf der Verpackung der Hinweis auf "Bio" bzw. "Öko" oder eine der genannten Haltungsformen, muss der Kunde davon ausgehen, dass das Geflügelfleisch aus den 98 Prozent intensiver Bodenhaltung stammt.
Unsere Vorfahren nutzten die Hennen für die Eierproduktion, während die überzähligen Hähne im Kochtopf landeten. Erst im letzten Jahrhundert wurden spezielle Lege- und Fleischrassen gezüchtet. Doch eine hohe Legeleistung führt zu geringerem Fleischansatz und umgekehrt. Bei den Fleischrassen werden sowohl männliche als auch weibliche Tiere zusammen gemästet. Das Brathähnchen kann also ebenso eine Brathenne sein.
Auf dem Münchener Oktoberfest vom 18. September bis 3. Oktober 2004 können im Ammer-Traditionszelt "Bio-Hendl" getestet werden. Weitere Infos unter www.ammer-wiesn.de.
Das nächste "Tier des Monats" ist im September das Milchvieh. Dann wird verraten, warum eine Biomilchkuh älter als ihre konventionellen Kolleginnen wird, welche Rolle GPS im Stall spielt und welche Kuchen Milchrinder am meisten lieben.
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