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Mainz, 30.09.2004. Rund 70.000 Tonnen Wildfleisch werden jährlich in Deutschland ge-gessen, davon stammen 55 Prozent aus der Jagd, 40 Prozent aus Importen und 5 Prozent aus landwirtschaftlichen Wildgehegen. Die Erzeugung von Wildfleisch liegt als neuer land-wirtschaftlicher Betriebszweig im Trend und eröffnet den Landwirten zusätzliche Perspekti-ven. Da dieser Bereich bisher in der EG-Ökoverordnung gesetzlich unzureichend geregelt ist, hat Bioland für die Dam- und Rotwildhaltung eigene Richtlinien erlassen. Wie das Damwild in ökologischen und konventionellen Betrieben gehalten wird, wird unter www.biotiere.de veranschaulicht. Besucher der Homepage finden zudem zahlreiche Fotos, Rezeptvorschläge und Adressen von Damwildhaltern.
Auf Biolandhöfen dürfen auf einer Fläche von zwei Fußballfeldern (ein Hektar) höchstens sieben Muttertiere mit Hirsch und Nachwuchs gehalten werden. In solch einem Gehege kann das Damwild sein arteigenes (Flucht-)Verhalten ausleben. Der Kot der eigenen Tiere reicht zur Düngung der gesamten Weidefläche aus, ohne den Boden auszulaugen oder zu überdüngen. Mit der biologischen Damwildhaltung können brach liegende Wiesen und Weiden genutzt werden, ohne sie - wie bei intensiven Tierhaltungsformen - zu schädigen. Hierbei ist eine vielfältige Landschaft mit Freiflächen, Hecken und Baumgruppen, die dem Wild Schutz vor Wind und Nässe bieten, ideale Voraussetzung für ein Wildgehege ist. Dichter Wald ist für ein artgerechtes Gehege entbehrlich, da ihn die scheuen Tiere nur bei Gefahr aufsuchen würden. Es wird damit weniger Fläche versiegelt und mehr Landschaft erhalten.
Auch die Kunden haben von diesem neuen Betriebeszweig Vorteile: Das gehaltene Dam-wild findet im Gegensatz zu seinen Wildgenossen ein konstantes Futterangebot. Dies si-chert eine gleichbleibende Fleischqualität. Während für Tiere aus der freien Wildbahn Schonzeiten gelten, ist Damwildfleisch aus Gehegehaltung das ganze Jahr über frisch er-hältlich.
Im November wird die Legehenne als Biotier des Monats gekürt. Dann erfahren Sie zum Beispiel, warum Sitzstangen, Körnerfutter und Tageslicht zur Grundausbildung einer Bio-henne gehören und warum alle Hühner Bäume lieben.
Bioland – Bundesverband, Kaiserstr. 18, 55116 Mainz
Ressort Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Alsfeld,
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@bioland.de
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