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+ 10.03.2005 + 650 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland hissen heute, 10. März auf ihren Rathäusern und Ämtern die Flagge Tibets, darunter die Landeshauptstädte Düsseldorf, Hannover, Magdeburg, Mainz, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden. Von List auf Sylt bis Lindau am Bodensee und von Aachen bis Frankfurt (Oder) bekunden sie damit ihre Solidarität mit einem seit über 50 Jahren besetzten Land. Aufgerufen zu dieser symbolträchtigen Aktion hat zum 10. Mal die Tibet Initiative Deutschland e.V.
Mit dem Hissen der tibetischen Flagge zeigen die Städte und Landkreise, die für Tausende von Bürgern stehen, ihre Sympathie für die gewaltlose, versöhnliche Politik des Dalai Lama und bekräftigen das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und Bewahrung seiner kulturellen, religiösen und nationalen Identität.
Es ist Zeit, dass die Bundesregierung endlich zur Kenntnis nimmt, auf welch immense Unterstützung Tibet in der Bevölkerung zählen kann," sagt Monika Deimann, die Koordinatorin der Aktion. Sie sollte dies zum Anlass nehmen, ihre Tibetpolitik grundlegend zu überdenken. Denn bislang scheint Tibet lediglich ein lästiger Störfaktor im großen Chinageschäft zu sein Dabei sind gerade wir Deutschen aufgrund unserer eigenen geschichtlichen Erfahrung besonders gefordert, auch für das Recht der Tibeter auf Selbstbestimmung einzustehen. Der Dalai Lama verdient Anerkennung und Unterstützung als rechtmäßiger Vertreter des tibetischen Volkes. Doch kein deutscher Bundeskanzler war bisher bereit, den Friedensnobelpreisträger zu empfangen."
Bei der Flaggenaktion der Tibet Initiative Deutschland geht es im Kern weder um Menschenrechtsverletzungen noch um Außenpolitik es geht um die Frage von Recht und Unrecht. Unrecht, das dem tibetischen Volk bis heute angetan wird. Und diese Frage macht nicht an kommunalen, regionalen oder nationalen Grenzen halt. Wir freuen uns, dass eine derart hohe Zahl von Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen, Landräten und Landrätinnen diese Überzeugung teilt.
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