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WWF: Mit Outdoor-Möbeln aus FSC-Holz die Wälder schützen
Frankfurt a. M., 24.03.05: Teak, Mahagoni, Ebenholz, Meranti – das ist der Stoff, aus dem viele Möbel-Träume sind. Für die Abholzung dieser edlen Hölzer werden Naturparadiese in Südamerika, Asien und Afrika unwiederbringlich zerstört. Speziell zum Beginn der Gartensaison landen nach Einschätzung des WWF viele wetterfeste Möbel in deutschen Haushalten, für die wertvolle Wälder abgeholzt wurden. Wer Garten oder Terrasse mit ökologisch einwandfreien Möbeln bestücken möchte, sollte nach Ansicht des WWF beim Kauf der neuen Sonnenliegen, Hängematten, Stühle und Tische auf das Zertifikat des Forest Stewardship Council, ein stilisierter grüner Baum mit dem Kürzel FSC, achten. „Die meisten Menschen denken bei der ökologischen Gestaltung ihres Gartens gar nicht daran, dass sie schon beim Kauf der Möbel einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Wer sich auf einer Gartenliege aus FSC-Holz entspannt, kann dies mit richtig gutem Gewissen tun“, meint WWF-Forstexperte Johannes Zahnen.
In Deutschland gibt es bereits eine Vielzahl von FSC-Anbietern. Eine Liste mit den Verkaufsstellen von FSC-Gartenmöbeln hält der WWF im Internet bereit (siehe Verlinkung). Dort kann man aus einer interaktiven Datenbank den Anbieter in nächster Nähe nach Postleitzahlen sortiert ausfindig machen.
Für eine Verwendung im Außenbereich eignen sich nach Ansicht von Johannes Zahnen nicht nur Tropenhölzer, sondern auch europäische Nadel- und Laubhölzer wie Kiefer, Fichte, Eiche, Tanne und Lärche. Wichtig sei, dass man bei allen Hölzern, egal ob tropisch oder heimisch, auf die richtige Pflege achte. Dazu sollte man seine Gartenmöbel nicht andauernder Feuchtigkeit aussetzen und sie mit natürlichen Ölen und Wachsen widerstandsfähiger machen. So behalten sie ihre natürliche Farbe und bleiben länger erhalten.
Das FSC-Siegel ist nach Einschätzung des WWF das derzeit einzige internationale Zertifizierungssystem, das eine umweltverträgliche, wirtschaftlich tragfähige und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung garantiert und die Verwendung von illegal geschlagenem Holz ausschließt. In FSC-Wäldern werden nur so viele Bäume gefällt wie auch wieder nachwachsen. Die FSC-Richtlinien für eine nachhaltige Waldwirtschaft setzen auf den Erhalt der natürlichen Vegetation und der Tier- und Pflanzenvielfalt. Sie lassen keinen Kahlschlag zu. Der WWF schätzt das Ausmaß der jährlichen Waldzerstörung auf mindestens 14 bis 16 Millionen Hektar - damit verlieren nicht nur bedrohte Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum, sondern auch viele Menschen ihre Existenzgrundlage. Die Wälder werden vor allem durch Brände, durch die Massen-Abholzung für die Produktion von Papier und Holz sowie durch illegalen Holzeinschlag vernichtet. Außerdem werden riesige Waldflächen in Plantagen umgewandelt, um darauf billige Rohstoffe wie Soja oder Palmöl anzubauen. Der WWF setzt sich weltweit für die Schaffung von Schutzgebieten in besonders artenreichen und wertvollen Wäldern sowie für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung nach den Kriterien des FSC ein.
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