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    Schon die ersten Zähnchen müssen regelmäßig gepflegt werden. Doch Kinder lernen nur langsam, mit der Zahnbürste richtig umzugehen. Einige taugen gar nicht für Kinderhände und -zähne. Eigentlich will Nico ja seine Zähne putzen - weil er alles will, was sein Bruder macht. Aber der Zweijährige möchte es »alleine« machen, so sein derzeitiges Lieblingswort. Alleine klappt es jedoch noch nicht besonders. Deshalb wendet Papa all seine Überredungskunst auf, damit der Kleine den Mund weit und lange genug aufmacht. Schließlich wird es dem Vater zu bunt und er stellt sich hinter seinen Sprössling. So kann er ihn besser halten, und vor lauter Protest macht Nico endlich auch den Mund auf. Zähneputzen ist nicht einfach, weder für Große noch für Kleine. Selbst Erwachsene widmen ihren Kauwerkzeugen in der Regel zu wenig Zeit: zwei Mal am Tag eine Minute - das reicht nicht aus, um die Zähne richtig zu pflegen. Für Kinder gilt das noch viel mehr, denn sie erwischen beim Bürsten längst nicht alle Zahnflächen. Umso wichtiger ist bei ihnen das regelmäßige Putzen, weil dann mancher Zahn, der beim einen Mal verschont blieb, beim nächsten Mal geputzt wird. Bis zum Schulalter sollten Eltern aber die Zähne ihrer Kinder noch »nachputzen«, denn die richtige Feinmotorik entwickelt sich nur langsam. Erst mit etwa drei Jahren können Kinder beispielsweise eine Zahnbürste richtig halten: Statt den Stiel mit der ganzen Faust zu umfassen, wird die Bürste nun mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger im Mund herumgeschoben. Vorsorge-Experten empfehlen eine Reihenfolge beim Zähneputzen, die mit der Formel »KAI« abgekürzt wird. »KAI« steht für Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen. Zwei- bis Vierjährige können gut das »K« bewältigen und mit geraden Bewegungen über die Kauflächen bürsten. Etwa ab dem vierten Lebensjahr kommt das »A« hinzu: In diesem Alter können die Kinder schon einen großen Kreis Malen und mit der gleichen Bewegung die Außenflächen der zusammengebissenen Zähne bürsten. Fünf- bis Sechsjährige haben eine bessere Feinmotorik und schaffen es bald, auch die Innenflächen gut mit der Bürste zu erfassen. Von elektrischen Zahnbürsten für Kinder hält Professor Willi-Eckhard Wetzel, Leiter der Abteilung Kinderzahnheilkunde an der Universität Gießen, nicht viel: »Solche Geräte können dazu verleiten, das Putzen der Zähne nicht mehr so genau zu beobachten. Die eigene Kontrolle darf nicht auf den Apparat übertragen werden.« Wetzel empfiehlt ein altersgerechtes Zahnputztraining mit einer normalen Bürste. Doch um ihre Sache ordentlich zu machen, brauchen Kinder nicht nur geduldige Eltern, sondern auch das richtige Instrument. Wir haben 21 Kinder-Zahnbürsten auf die Borsten gefühlt. Nur eine können wir uneingeschränkt empfehlen. Das bemängeln die Experten 20 Zahnbürsten haben wir aus hygienischen Gründen um eine Stufe abgewertet. Bei der herkömmlichen Produktion wird nämlich jedes Borstenbüschel mit einem Metallplättchen in den Bürstenkopf geklemmt. Dabei entstehen Spalten, in die sich Bakterien und Speisereste setzen. Weniger Hohlräume bleiben, wenn die Borsten mit Kunststoff eingeschweißt werden. Bei einer Zahnbürste ist mehr als die Hälfte der Kunststoffborsten nicht ausreichend abgerundet. Sie waren so spitz oder scharfkantig, dass sie das Zahnfleisch verletzen und möglicherweise auch den Zahnschmelz angreifen können. Oral-B Disney Babies und DuroDont Junior sind durchgefallen, weil kleine Kinder den flachen Griff nicht gut mit der Faust halten können. Auch der Griff der Elmex Lern-Zahnbürste ist nur mäßig kompakt. Bei Putzi ist die kantige Plastikfigur am Ende des Griffs hinderlich. Zwei Zahnbürsten mussten wir abwerten, weil ihr Kopf zu lang für kleine Kindermünder ist. Damit sind die hinteren Zähne kaum zu erreichen. Vier Bürstenköpfe sind am Ende nicht ausreichend abgerundet. Das ist sowohl für Kleine als auch für Große nicht gut, weil man sich leicht das Zahnfleisch verletzen kann. Nur vier Zahnbürsten in unserem Test haben einen Wechselkopf. Sie helfen, Abfall zu vermeiden. Fluorid-Tabletten oder Zahnpasta? »Bei den Kinder-Zahnpasten geht im Moment alles drunter und drüber«, weiß Professor Willi-Eckhard Wetzel, Leiter der Abteilung Kinderzahnheilkunde an der Universität Gießen. Schuld daran sind neue Erkenntnisse über die Wirkung von Fluorid in Zahnpasten. Fluorid macht den Zahnschmelz nachweislich widerstandsfähiger gegen Karies. In Deutschland galten lange Zeit Fluoridtabletten oder fluoridiertes Speisesalz als Mittel der Wahl. Mit Fluorid angereicherte Zahnpasten dagegen wurden frühestens ab einem Alter von vier Jahren empfohlen, da kleinere Kinder die Zahncreme zu einem großen Teil herunterschlucken. Zu viel Fluorid kann zudem zu unschönen Verfärbungen des Zahnschmelzes führen. Nach neueren wissenschaftlichen Untersuchungen zeigt aber Zahnpasta mit einem erhöhten Fluoridgehalt eine bessere Wirkung als entsprechende Tabletten oder Salz. Einige Hersteller haben deshalb den Fluoridgehalt in ihren Kinderzahncremes schon auf 0,05 Prozent oder 500 ppm (parts per million) angehoben - obwohl die offiziellen wissenschaftlichen Empfehlungen noch nicht überarbeitet sind. Wetzel steht dieser Entwicklung aufgeschlossen gegenüber: »Ein höherer Fluoridgehalt ist sinnvoll. Es sollten dann aber keine Fluoridtabletten oder Ähnliches mehr gegeben werden.« Schon mit Durchbruch des ersten Zahnes empfiehlt Wetzel eine entsprechende Zahncreme - selbst wenn die Kleinen in den ersten Lebensjahren einen Großteil des Schaums herunterschlucken. Die Zahnpasta auf der Kinderzahnbürste sollte aber vorsichtig dosiert werden und etwa erbsengroß sein. Die meisten Hersteller geben den Fluoridgehalt ihrer Kinderzahnpasta auf den Tuben an. Welche Stoffe sonst noch in Zahncremes für Kinder stecken und welche wir empfehlen können, haben wir im Sonderheft Kleinkinder Teil 1 untersucht, das Sie bei unserem Leserservice bestellen können. Was tun? Sobald das erste Zähnchen da ist, kommt die Kinder-Zahnbürste zum Einsatz. Wenn die Kinder das noch nicht mitmachen, können die Beißerchen auch mit einem Wattestäbchen oder einem kleinen Mull-Lappen abgewischt werden. Zwei- bis drei Mal putzen am Tag nach dem Essen wäre gut. Am wichtigsten ist das gründliche Zähneputzen aber abends vor dem Schlafengehen. Weil Kinder nicht lange still stehen, dürfen sie beim Zähneputzen ruhig sitzen. Komplizierte Putztechniken überfordern kleine Kinder. Bis zum Alter von sechs Jahren ist es deshalb sinnvoll, dass die Eltern das noch einmal nachputzen. Elektrische Zahnbürsten eignen sich nicht für Kinder. Sie können noch nicht sicher damit umgehen und es besteht die Gefahr, dass Speisereste ins Zahnfleisch gedrückt werden. Mit Vererbung hat Karies nichts zu tun, dafür umso mehr mit schlechter Zahnpflege. Karies-Bakterien oder -Pilze können aber übertragen werden - zum Beispiel wenn Vater und Mutter den Schnuller oder Löffel ablecken. Deshalb sollten frisch gebackene Eltern ihre Zähne unbedingt Sanieren lassen. Naturborsten lassen sich nicht gut abrunden. Sie quellen außerdem leicht auf und bieten Bakterien einen idealen Nährboden. Solche Bürsten haben wir deshalb gar nicht getestet. Noch nicht einmal die Hälfte der deutschen Schulanfänger hat ein gesundes Gebiss ohne Löcher. Umso wichtiger ist es, die Kinder nicht nur frühzeitig an das regelmäßige Zähneputzen zu gewöhnen, sondern auch die Zahnpflege zu kontrollieren. Bei kleineren Kindern gelingt die Aktion oft leichter, wenn sie mit Geschichten abgelenkt werden. Kleine, abgerundete Bürstenköpfe mit geraden, gleich langen Borsten sind für Kinder am besten geeignet. Damit können auch die hintersten Winkel und Zahnzwischenräume erreicht und geputzt werden. Dicke Bürstenstiele können kleinere Kinder auch im Faustgriff gut packen, abgeflachte Varianten dagegen nicht.



     
      URL: http://www.oekotest.de/
    29.04.2000
    16 : 44


     
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