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Bereits in diesem Jahr sollen im Saarland wieder Waldflächen gekalkt werden. Das hat Umweltminister Stefan Mörsdorf angekündigt. Damit soll erreicht werden, besonders stark von der Versauerung betroffene Waldökosysteme langfristig zu stabilisieren.
Der Minister will damit die Ergebnisse eines Fachsymposiums umsetzen, zu dem Mörsdorf Anfang Februar des Jahres namhafte Bodenkundler und Waldökologen eingeladen hatte. "Ergebnis der Expertenanhörung war, dass die Waldkalkung dazu
beitragen kann, Boden- und Waldökosysteme zu stabilisieren", so der Minister. "Daher werden wir noch in diesem Frühjahr ein Konzept vorlegen, welche Flächen wir in den nächsten Jahren kalken werden." Bei dem Symposium hatten die Forstexperten aus Erfahrungen von Kalkungsmaßnahmen in anderen Regionen im süddeutschen Raum berichtet.
Das Umweltministerium warnt allerdings vor übertriebenen Erwartungen an die Kalkung. Kalk ist für gestressten Wald und versauerte Böden kein Allheilmittel und beseitigt nicht die Ursachen für zunehmende Bodenversauerung. "Eine durchgreifende Verbesserung der Situation der Wälder und der Waldböden allein durch forstliche Maßnahmen wird nicht gelingen", so Mörsdorf. "Auch wenn wir kalken, bleibt es weiterhin die vordringlichste Aufgabe, den Eintrag von Luftschadstoffen dauerhaft zu verringern."
Anders ausgedrückt: Kalk kann helfen, die Symptome des Waldsterbens zu verringern; die Ursachen sind damit keinesfalls beseitigt. Das basische Mineral Kalk soll bewirken, dass die ph-Werte in den Böden wieder steigen und dadurch die Versorgung der Bäume mit lebenswichtigen Nährsalzen verbessert wird. Die Experten waren sich weitgehend einig, dass negative Auswirkungen von Kalkungsmaßnahmen, etwa die verstärkte Freisetzung von Nitrat, durch optimierte, an den Standort angepasste Kalkungsmaßnahmen vermieden werden können. Dies will das Umweltministerium bei seinem Kalkungsplan berücksichtigen.
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