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Unterschleißheim: Geothermisches Heizwerk offiziell in Betrieb genommen
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In der Gemeinde Unterschleißheim bei München am 11.04.05 das neue Geothermische Heizwerk in Betrieb genommen. Erschlossen wurde dafür 81 °C heißes Thermalwasser mit einer Förderrate von 90 Litern pro Sekunde aus einer Tiefe von rund 1960 m. Es wird ausgekühlt über eine zweite Bohrung wieder in den Untergrund verpresst. Mit der umwelt- und klimaschonenden Energie aus der Tiefe werden Wohngebiete und öffentliche Gebäude über ein Fernwärmenetz mit einer Anschlussleistung 31 MW versorgt. Für das Vorhaben mussten rund 21.5 Mio Euro aufgewendet werden. Das Heizwerk wird von der Geothermie Unterschleißheim AG betrieben, die sich zu 100% im Besitz der Kommune befindet. Pächter der Anlage und des Fernwärmenetz ist die STEAG Saar Energie, die auch an den geothermischen Projekten in Erding und Simbach/Braunau beteiligt ist. Als Ansprechpartner für die Kunden steht die Südwärme Gesellschaft für Energielieferung mbH & Co. KG mit ihrer Gesellschafterin ITW GmbH als "Wärme-Provider" zur Verfügung.
Unterschleißheims Erster Bürgermeister sprach auf der Veranstaltung von „einem Höhepunkt unserer kommunalen umweltpolitischen Maßnahmen.“ Bayerns Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Dr. Otto Wiesheu sagte weitere Unterstützung für die Entwicklung der Geothermie in Bayern zu. In seiner Rede hob er besonders die Bedeutung der Erdwärme für den Klimaschutz hervor und dankte den Unterschleißheimern für ihre Entscheidung zur Nutzung einer „im wahrsten Sinne des Wortes bodenständigen Technologie.“ In die gleiche Kerbe schlug auch sein Kabinettskollege Dr. Werner Schnappauf. Der Staatsminister für Umwelt sprach gar von einem Geothermieboom in Bayern. Er wertete den Erfolg in Unterschleißheim als eine Initialzündung für weitere Wärmeprojekte rings um München und in München selbst. Schnappauf verwies auf die derzeit mehr als 30 Vorhaben für die geothermische Stromerzeugung mit Wärmenutzung, die sich in der Region in der konkreten Vorbereitung befänden. Der Großraum München könne sich daher „bei anvisierter Realisierung bis Ende 2009 zu einem der bedeutendsten Geothermiestandorte Westeuropas entwickeln.“
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URL: http://www.geothermie.de
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24.04.2005 22 : 51
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