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Die Umweltschutzorganisation Greenpeace startet heute gemeinsam mit dem "Verein Pro Nationalpark" eine Informations- und Beobachtungskampagne zum Schutz des Kellerwaldes.
Greenpeace-Aktivisten beobachten ab sofort jeden Tag den Bestand, um die alten Buchen vor einer erneuten Abholzung zu schuetzen. Zugleich wird ein Info-Punkt an der Edertalsperre mit einem Ausstellungscontainer und Informationsmaterial eroeffnet, in dem sich Passanten und Touristen taeglich ueber den Kellerwald informieren koennen. Dort besteht auch die Moeglichkeit zum direkten Gespraech mit Wald-Experten und Greenpeace-Aktivisten.
Auf das Versprechen von Hessens Ministerpraesident Roland Koch und seinem Umweltminister Wilhelm Dietzel, die alten Buchen in einem der schoensten und bedeutendsten Buchenwaelder Europas nicht zu nutzen, koennen sich die Hessen nicht mehr verlassen. Nach der ueberraschenden Abholzung alter Buchen im Maerz hat Dietzel angekuendigt, in den kommenden Wochen weitere Buchen faellen zu lassen.
"Die Menschen hier sind es leid, von Koch und Dietzel verschaukelt zu werden. Waehrend noch ein Gremium tagt, um den Kellerwald langfristig zu schuetzen, werden die aeltesten Baeume schon abgeholzt", sagt Martin Kaiser, Forstingenieur bei Greenpeace. "Wir muessen die Jahrhunderte alten Buchen regelrecht vor der hessischen Landesregierung schuetzen, und das werden wir auch tun." Greenpeace fordert von der Landesregierung eine klare Entscheidung zum langfristigen Schutz des europaweit besonders wertvollen Buchenwaldes und die Einrichtung eines Nationalparks Kellerwald.
Der Info-Punkt an der Edertal-Sperre ist bis Ende Mai taeglich von 11 bis 15 Uhr geoeffnet. Am Ostermontag, am 1. Mai sowie an den Sonntagen 7. und 14. Mai jeweils um 14 Uhr koennen alle Interessierten an Erkundungsgaengen durch den Kellerwald teilnehmen.
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