| |
Berlin, 06. Mai 2005+ Bundesumweltminister Juergen Trittin unterstuetzt eine europaweite Pilotausschreibung von OePNV-Busleistungen, die voraussichtlich im Juni dieses Jahres in Frankfurt am Main starten wird. Der Bieterwettbewerb des Frankfurter Nahverkehrsunternehmens traffiQ soll zeigen, wie effektiv der OePNV zur Einhaltung der EU-Luftqualitaetsgrenzwerte und zur Laermminderung beitragen kann. Der Bundeszuschuss in Hoehe von rund 1,4 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen soll fuer insgesamt 57 Busse optional ausgeschrieben werden. Die Mittel werden dem Bieter zu Gute kommen, der seine Leistungen mit besonders emissionsarmen Bussen erbringt.
Das Frankfurter Unternehmen schafft mit der Ausschreibung ein bundesweites Modell, wie der OePNV der Feinstaub- und Stickoxidbelastung in Innenstaedten und Ballungsraeumen begegnen kann. „So wird der Nahverkehr vom Teil des Problems zum Teil der Loesung“, so Bundesumweltminister Juergen Trittin. Die Verknuepfung von Ausschreibung mit anspruchsvollen Umweltstandards zeige, dass Ausschreibungswettbewerb und Qualitaet sehr wohl zusammen passen. Mit Blick auf die zwischen Bund, Laendern und Gemeinden zersplitterte Finanzierung des OePNV wolle die Foerderinitiative des Bundes darueber hinaus unter Beweis stellen, dass staatliche Foerderung und fairer Wettbewerb miteinander vereinbar sind, so der Minister.
Die Pilotausschreibung der traffiQ ist eine der ersten bundesweit nennenswerten Ausschreibungen kommunaler Nahverkehrsleistungen. Dabei sollen rund 20 Prozent der staedtischen Busleistungen europaweit ausgeschrieben werden. Neben den technologie- und antriebsneutral ausgerichteten anspruchvollen Umweltstandards werden bereits mit den Mindestvorgaben, fuer die es keine Bundesfoerderung geben wird, die europaeischen Vorgaben bei Luftreinhaltung und Laermminderung beruecksichtigt.
Mit diesem Vorhaben setzt das Bundesumweltministerium seine u.a. in Frankfurt (Oder) begonnene Qualitaetsoffensive im OePNV fort. Dort wurde bereits vor mehr als zwei Jahren die komplette Busflotte auf Erdgasantrieb umgestellt, der kein Feinstaub- und Stickoxidproblem hat.
|
|
|