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    Am Ende hilft nur Klimaschutz

     

    Frankfurt a. M., 10.05.2005: Die rasch schmelzenden Gletscher sind unwiderlegbare Zeugen: Es wird wärmer und wärmer auf der Erde. Im schweizerischen Andermatt soll der Gurschengletscher jetzt auf außergewöhnliche Weise vor dem Abschmelzen bewahrt werden. Mit Hilfe von Schutzfolien soll er die immer längeren und wärmeren Sommer überstehen. Die Betreiber der Bergbahnen beginnen heute mit der Montage der Folie. Nach Ansicht des WWF muss dem Problem aber grundsätzlich begegnet werden. Mit dem Zudecken der Gletscher wird nicht die Ursache der Klimaerwärmung gestoppt, sondern können nur kurzfristig die schlimmsten Folgen hinausgezögert werden. Das Beispiel aus Andermatt zeigt jedoch, wie kostspielig solche Massnahmen werden können. Der WWF hat Verständnis für die betroffenen Tourismusregionen, die ihre Naturschätze aus Eis vor den Folgen des Klimawandels schützen wollen. „Die jetzt ergriffenen Maßnahmen zeigen, dass auch heute schon im Herzen Europas die Menschen verzweifelt gegen die Folgen des Klimawandels ankämpfen, um ihre wirtschaftliche Existenz zu retten“, erläutert Regine Günther, Klimaexpertin des WWF Deutschland. „Solche Anpassungsmaßnahmen werden aber nicht von Erfolg gekrönt sein, solange wir nicht endlich auch die Ursachen für die Klimaerwärmung bekämpfen. Das heißt konkret: Weg von der Verbrennung von Kohle und Öl.“ Der WWF setzt sich dafür ein, dass die maximale globale Durchschnittserwärmung weit unter zwei Grad Celsius bleibt. Das bedeutet, dass die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 in den Industrieländern um 60 bis 80 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden müssen. Ende 2004 hat der WWF mit „PowerSwitch!“ eine weltweite Kampagne zum Schutz des Klimas gestartet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem grössten Verursacher des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2): dem Stromsektor. Etwa 35 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen stammen aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, vor allem Kohle. In Deutschland wird in den nächsten zwei Dekaden rund die Hälfte der heute bestehenden Kraftwerke ersetzt. „Beim Neubau muss auf Kohlekraftwerke verzichtet werden. Neue Kohlekraftwerke sind mit einer ehrlichen und anspruchsvollen Klimaschutzpolitik nicht vereinbar. Dem massiven Ausbau von erneuerbaren Energien ist Vorfahrt einzuräumen“, so Regine Günther.



     
      URL: http://www.wwf.de
    11.05.2005
    22 : 42


     
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