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Admont (pts/10.05.2005/16:16) - Unmittelbar vor Christi Himmelfahrt haben sich die Projektpartner des Kleinwasserkraftwerks (KWKW) Triebentalbach zum Spatenstich getroffen. Damit wurde, zwei Monate nach Gründung der oekostrom Kraftwerk Triebentalbach GmbH, der Grundstein für
den zügigen Bau eines Kraftwerks gelegt, das schon ab kommendem Jahr acht GWh Strom ans Netz liefern wird. Das Investitionsvolumen beträgt
fünf Mio. Euro. Damit hat die oekostrom AG neben Windkraft und Biomasse demnächst auch ein Kleinwasserkraftwerk in ihrem Portfolio.
Die Anteile der oekostrom Kraftwerk Triebentalbach GmbH halten zu 50 Prozent die ENVESTA Energie- und Dienstleistungs GmbH, die im Eigentum
des Stiftes Admont steht, und zu 50 Prozent die oekostrom AG. Ulfert Höhne, Vorstand der oekostrom AG, freut sich nicht nur über den Segen
von Abt Bruno Hubl, sondern auch über die Kompetenz seines Projekt- und Geschäftspartners. Denn immerhin sichert das E-Werk des Stiftes Admont seit 90 Jahren die Energieversorgung der Region mit bislang sechs eigenen Wasserkraftwerken und einem Biomassekraftwerk.
Schon bisher hat die oekostrom AG bei ENVESTA Ökostrom bezogen. Mit der partnerschaftlichen 50:50-Beteiligung an der oekostrom Kraftwerk
Triebentalbach GmbH konnte diese Beziehung nun weiter vertieft werden. "In der langen Tradition, die das Stift Admont seit seiner Gründung 1074
vorzuweisen hat, finden wir viele gemeinsame Anknüpfungspunkte. Die Langfristigkeit in der Art zu denken und zu wirtschaften entspricht auch
unserer Philosophie und kommt uns in dieser Kooperation sehr entgegen", so Höhne.
Das Kraftwerk ist als sogenanntes Ausleitungskraftwerk konzipiert, d.h. das Bachbett bleibt vom Kraftwerksbau weitgehend unberührt. Für die Stromerzeugung wird ein Teil des Wassers in ein Druckrohr von 1 m Durchmesser umgeleitet, das auf einer Gesamtstrecke von 4.300 m
größtenteils unterirdisch verlegt wird. Mit großem Druck schießt das Wasser 128 m talabwärts in eine fünfstrahlige Pelton-Turbine mit vertikaler Achse und wird schließlich wieder in den Bach zurückgeleitet.
Um das ökologische Gleichgewicht jenes Bachabschnitts zu gewährleisten, dem Wasser entnommen wird, wurde die nötige Restwassermenge als dynamische Vorgabe je nach Wasserführung genau festgelegt. Das Krafthaus
wird in den Hang integriert. Vorteilhaft ist die Lage in unmittelbarer Nähe zum Krafthaus des Kleinwasserkraftwerks Sunkbach, welche eine kurze
Energieableitung mittels Erdkabel ermöglicht.
Unterstützung findet die Investition in umweltfreundliche Energie bei allen umliegenden Gemeinden. So waren auch Bürgermeisterin Isolde
Leitner der Gemeinde Hohentauern sowie OFM DI Jäger der Forstverwaltung Trieben beim Spatenstich. Neben Dieter Moor von der oekostrom AG und Wolfgang Missethon von ENVESTA waren auch Vertreter der bauausführenden Firmen vor Ort, unter ihnen der Chef des Planungsbüros DI Karl Michael Pittino in Begleitung von DI Peter Neumann, die Verantwortlichen für die Druckrohrleitung DI Hans Rumpf und Ing. Hubert Messner, für die
Wasserfassung Ing. Bischof und Kfm. Nageler, für das Krafthaus DI Günter Petautschnig. Als Vertreter des Lieferanten der Turbine, VA-Tech Hydro,
kam Ing. Edwin Walch und die VA-Tech Elin EBG, die die elektrischen Anlagen liefert, war vertreten durch Ing. Fritz Urbanz.
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