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    Von Rastatt bis an den Mekong

     

    WWF-Auen-Institut feiert 20-jähriges Bestehen Rastatt, Frankfurt a.M. 23.05.2005: Am 23. Mai 1985 weihte der damalige WWF-Präsident Prinz Philip das Auen-Institut im badischen Rastatt ein. Die Forschungseinrichtung des WWF lieferte in den kommenden Jahren die Grundlagen für Naturschutzaktivitäten zum Erhalt von Flusslandschaften in aller Welt. Das Spektrum der Projekte reicht vom Kampf gegen die Verbauung von Flüssen über die Umsetzung von Renaturierungen bis hin zur Entwicklung von umweltverträglichen Hochwasserschutzkonzepten. Die Spuren dieser Arbeit zeigen sich in aller Welt. Am kolumbianischen Rio Magdalena konnten Flächen gekauft und Auwälder wieder aufgeforstet werden. Im rumänischen Donaudelta wurden Deiche geöffnet und wichtige Überflutungsflächen für die Natur zurückerobert. In Österreich und Frankreich konnte der Bau von Staustufen und Dammbauten mit wissenschaftlichen Studien und dank des Widerstandes der Bevölkerung verhindert werden. Nach zwei Jahrzehnten Forschung unter dem Dach des WWF strebt das Auen-Institut jetzt zu neuen Ufern. Seit dem vergangenen Jahr gehören die Wissenschaftler zur Universität Karlsruhe. Das WWF-Auen-Institut arbeitet jetzt als eigenständige Forschungseinrichtung im neuen „Institut für Wasser und Gewässerentwicklung“ der Universität. Die wissenschaftliche Beratung von Naturschutzorganisationen gehört weiter zu seinen Aufgaben. Zugleich erwartet man von der neuen Konstellation erhebliche Synergien in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und der akademischen Ausbildung des Naturschutznachwuchses. Durch das geballte Know-how im Süßwasserbereich erhofft man sich noch größeres Gewicht, wenn es um die naturschutzfachliche Beratung öffentlicher Entscheidungsträger geht. Ein Umzug wird durch die neue Konstellation nicht nötig. „Wir freuen uns, dass die Stadt Rastatt durch die mietfreie Bereitstellung der Räumlichkeiten eine Fortsetzung der Arbeit vom bisherigen Standort ermöglicht“, betont Dr. Peter Prokosch, Geschäftsführer des WWF Deutschland zum 20. Geburtstag des Instituts. Rastatt werde dadurch quasi nebenbei zur „Universitätsstadt“ aufgewertet. Neben der wissenschaftlichen Arbeit will der WWF die Chancen in seinem internationalen Netzwerk verstärkt nutzen. Ziel ist es, durch Kampagnen und gemeinsame politische Aktionen Einfluss auf die internationale Wasserpolitik zu nehmen. Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie steht ebenso auf der Agenda wie Strategien zur Sicherung des Trinkwassers. Gleichzeitig setzt man auf nationale und internationale Feldprojekte. An der Elbe werden zum Beispiel Deiche verlegt und am Mekong kämpft der WWF für das Überleben der letzten Flussdelfine.



     
      URL: http://www.wwf.de
    24.05.2005
    13 : 00


     
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