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Jedes Jahr müssen in Deutschland über 15.000 Bauernhöfe dicht machen. Aber Biolebensmittel boomen und der Anteil der Biobauern gegenüber ihren konventionell wirtschaftenden Kollegen wächst. Der beträgt zur Zeit in Deutschland zwischen vier und fünf Prozent.
Und jetzt sind auch noch Biosupermärkte im Kommen: von Basic und Alnatura bis Rewe. Inzwischen gibt es 240 Ökosupermärkte in Deutschland - Ende 2005 könnten es 300 sein. Marktführer Alnatura, mit 16 Ökomärkten vertreten, machte 2004 ein Plus von 26 Prozent und hat 117 Millionen Euro umgesetzt.
Herkömmliche Supermärkte springen jetzt natürlich auf den fahrenden Bio-Zug. Bei Rewe weiß man zum Beispiel, dass in Deutschland 50 bis 60 Prozent der Verbraucher "gelegentlich Bio kaufen wollen". Also plant Rewe bis 2008 in Deutschland 20 Biosupermärkte.
Man muss davon ausgehen, dass andere konventionelle Märkte nicht mehr lange abseits stehen wollen. Alnatura-Geschäftsführer Götz Rehn geht davon aus, dass es bis 2015 etwa 1500 Biosupermärkte in Deutschland geben wird.
Bis zu 10.000 Artikel finden die Käufer häufig im Bio-Kaufhaus - nicht mehr zwei Bio-Jogurte wie noch bei Edeka, sondern 20 verschiedene. Im Jahr 2004 mussten in Deutschland € 75,- Milliarden Krankheitskosten wegen falscher Ernährung bezahlt werden. Allmählich spricht es sich herum, dass nichts so teuer ist wie sich "billig" zu ernähren. Deshalb wird es auch in Zukunft immer weniger konventionelle Bauern und immer mehr Ökobauern geben. Der Trend läuft weltweit.
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