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    Alternativer Nobelpreis bleibt in Schweden

     

    Die schwedische Regierung hat beschlossen, die Right Livelihood Award Stiftung in eine kleine Gruppe von automatisch von der Steuer befreiten Organisationen aufzunehmen. Der gemeinnützige Status ist damit sichergestellt, und die Stiftung kann ihren „Alternativen Nobelpreis“ auch in Zukunft in Stockholm vergeben und die Arbeit zur Unterstützung ihrer Preisträger weiter ausbauen. Die schwedische Regierung hat in Stockholm beschlossen, dass sie dem Parlament vorschlagen wird, die Right Livelihood Award Stiftung in den so genannten Katalog des schwedischen Einkommenssteuergesetzes aufzunehmen. Die Organisationen, die in dem Katalog gelistet sind, (bisher 33) genießen eine qua Gesetz garantierte Steuerbefreiung. Die Entscheidung wurde notwendig, weil die schwedische Steuerbehörde auf der Basis einer neuen und engeren Interpretation der Gemeinnützigkeitskriterien von der Stiftung verlangt hatte, ab 2001 Steuern zu zahlen. Tätigkeiten wie Friedens- oder Umweltarbeit kommen in den 50 Jahre alten schwedischen Gemeinnützigkeitskriterien nicht vor. Jakob von Uexkull, Vorsitzender und Gründer der Right Livelihood Award Stiftung kommentiert die Entscheidung: „Dies ist eine deutliche Stellungnahme Schwedens für den Right Livelihood Award. Wir sind der Regierung und den Abgeordneten sehr dankbar für ihre Unterstützung. Wir hatten nie verstehen können, weshalb die Steuerbehörde die Gemeinnützigkeit unserer Arbeit nicht mehr akzeptierte. Die Entscheidung der Regierung und hoffentlich auch des Parlaments haben diese Unsicherheit ein für alle Mal aus der Welt geschafft.“ Dieses Jahr feiert der Right Livelihood Award sein 25jähriges Bestehen. Der Preis war von Jakob von Uexküll, einem deutsch-schwedischen Philatelisten, 1980 ins Leben gerufen worden, um jene zu ehren und zu unterstützen, die praktische und beispielhafte Antworten auf die größten Herausforderungen unserer Zeit bieten. Seit 1985 findet die Verleihung des als „Alternativer Nobelpreis“ bekannt gewordenen Preises im schwedischen Reichstag statt. Mit der Aufnahme in den Katalog erhält die Right Livelihood Award Stiftung denselben steuerlichen Status wie die Nobelstiftung, die ebenfalls dort aufgelistet ist. „Das Einkommen der Stiftung deckt unsere Verwaltungskosten, aber um das Preisgeld auf seiner jetzigen Höhe von zwei Millionen schwedischen Kronen (etwa 220.000 Euro) halten zu können, sind wir auf Spenden angewiesen“, erklärt von Uexküll. „Die unklare Steuersituation während der letzten drei Jahre war abschreckend für unsere Spender. Die letzte Alternative wäre gewesen, Schweden zu verlassen und unsere Arbeit in einem anderen Land, beispielsweise in Deutschland oder in Österreich, fortzusetzen. Jetzt sind wir sehr glücklich, den Preis weiterhin in Schweden verleihen zu können.“ „Wir planen nun, unsere Aktivitäten auszudehnen: Es gibt mehr als 100 Right Livelihood Preisträger aus 50 Ländern. Deren Wissen und hoffnungsvolle Beispiele müssen wir noch breiter bekannt machen. Das nächste große Ereignis ist eine Konferenz mit allen Preisträgern in Salzburg vom 8. bis 13. Juni 2005.



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    Franz Alts Sonnenseite:


     
      URL: http://www.sonnenseite.com
    03.06.2005
    17 : 05


     
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