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Bei Hartmut Böhner, Bio-Bauer im Landkreis Paderborn, stehen alle Kulturen auf dem Damm: Getreide, Zuckerrüben, Feldgemüse, Ackerbohnen und der Raps. Ursprünglich um ein Distelproblem zu bekämpfen, hat der Landwirt das Anbausystem nach Turiel an seinen Standort angepasst und blickt inzwischen auf neunjährige Erfahrung damit zurück. Böhner arbeitet mit einem sechsreihigen Gerät, das er gemeinsam mit einer Maschinenbaufirma entwickelt hat. Zum Einsatz kommen Häufelkörper zum Umhäufeln des Damms, Kegellüfter zum Lockern des Bodens und eine Kette, die die Unkräuter unterhalb der Dammoberfläche herausreißt.
Die Bodenstruktur hat sich im Dammanbausystem deutlich verbessert. Böhners Erklärung: " Die Bodenoberfläche wird erheblich vergrößert. Dadurch ist mehr Austausch mit der Atmosphäre möglich. Außerdem ist der Damm sehr locker. Beides bewirkt eine gute aerobe Rotte. Man findet eine Unmenge von Regenwürmern, der Zugkraftbedarf ist erheblich gesunken." Untersuchungen der Universität Witzenhausen zeigen deutlich verringerte Bodenverdichtungen im Dammanbausystem.
Mit dem Dammsystem konnte Böhner überdies die Eiweißgehalte seines Weizens deutlich erhöhen. Der Damm wirkt ausgleichend auf die Wasserversorgung, was vor allem dem Gemüse zugute kommt. Die Unkrautregulierung ist problemlos. Die Dammkultur passt auf alle Standorte und gleichermaßen für den Marktfrucht- und Gemüsebau.
Den ausführlichen Artikel finden Sie in der neuesten Ausgabe des bioland Fachmagazins.
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