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Nach den Bankern von Goldmann Sachs in den USA hält jetzt auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) » einen Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel für möglich. Einige Banker in den USA sprechen sogar von 120 Dollar - das wäre noch mal eine Verdoppelung gegenüber heute. Und allein in diesem Jahr ist der Ölpreis schon um 40 Prozent gestiegen.
Der Chef der IfW- Abteilung für Umwelt- und Ressourcenökonomie, Gernot Klepper, sagte der "Berliner Zeitung" » : "Unter ungünstigen Bedingungen kann auch die 100-Dollar Marke überschritten werden", sagte der Chef der IfW-Abteilung für Umwelt- und Ressourcenökonomie, Gernot Klepper, der "Berliner Zeitung". Er fügte hinzu: "Wir müssen uns nur vorstellen, dass die Weltwirtschaft um drei oder vier Prozent pro Jahr wächst, die Gewalt im Irak auf den wichtigsten Ölförderer Saudi-Arabien übergreift und sich die politische Lage in Russland verschlechtert."
Klepper fügte hinzu: "Nach den Gesetzen des Marktes werden die Konsumenten von sich aus auf hohe Öl- und Benzinpreise reagieren, also ihren Verbrauch reduzieren", sagte er. Die Politik wäre klug beraten, diese Anpassungsprozesse aktiv zu unterstützen. So könnte beispielsweise durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs die Abhängigkeit weiter Bevölkerungsteile vom Auto vermindert werden.
Klepper will als Alternative zum Öl nicht auf Atomkraft setzen: "Ich persönlich denke, dass wir uns mit der Atomkraft ohne Not für viele Jahrzehnte auf eine Technik festlegen, die nur wenige Spezialisten beherrschen und bei der die Gesellschaft nach wie vor die Risiken nur schwer abschätzen kann."
Obwohl die Organisation Erdölexportierender Länder die Förderquote um 500.000 Barrel pro Tag erhöht hat, bleibt der Preis pro Barrel um die 60 Dollar. Zurzeit werden pro Tag 30 Millionen Barrel gefördert.
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