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    „Höllenglut im Urlaubsparadies“

     

    WWF stellt düsteres Klimaszenario für das Mittelmeer vor Berlin,Rom 01.07.2005: Die gegenwärtige Trockenheit im Mittelmeerraum könnte nur ein erster Vorgeschmack auf künftige Sommer sein. Sollten die durchschnittlichen Temperaturen in dieser Region nur um zwei Grad Celsius steigen, würde aus dem Urlaubsparadies eine reichlich ungemütliche Gegend. Zu diesem Ergebnis kommt der WWF in einem Report, der im Vorfeld des anstehenden G8-Gipfels vorgestellt wurde. In dem Szenario werden die möglichen Folgen des Klimawandels im Mittelmeer skizziert. Ein Temperaturanstieg von wenigen Grad hätte bereits gravierende Auswirkungen: Die Menschen müssten sich auf Hitzewellen von mehr als sechs Wochen einstellen, in denen die Durchschnittstemperaturen über 35 Grad klettern. Die Gluthitze würde zu noch weniger Regen und zu Ernteausfällen von bis zu 40 Prozent führen. Hinzu kämen Waldbrände und chronischer Wassermangel, worunter der Tourismus massiv zu leiden hätte. „Damit die einmaligen Naturlandschaften des Mittelmeeres nicht unter der sengenden Sonne verdorren, muss der Klimaschutz weltweit intensiviert werden“, betont Dr. Peter Prokosch, Geschäftsführer des WWF Deutschland. Bundeskanzler Gerhard Schröder könne hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, indem er nächste Woche beim G8-Gipfel in Schottland eine starke Position vertrete. Die Bush-Administration versuche, das Problem nach wie vor zu ignorieren. „Jetzt sind die Europäer gefordert: Schröder, Chirac und Blair müssen dafür eintreten, dass der Gipfel ein konkretes Klimaschutzziel vorgibt“, so Prokosch. Der WWF Report zeige, dass schon ein globaler Temperaturanstieg von zwei Grad zu viel sei. Lange könne man sich eine zögerliche Klimaschutzpolitik nicht leisten. Vom G8-Gipfel müsse ein deutliches Signal ausgehen, dass die Industriestaaten alles tun werden, um den Anstieg der Durchschnittstemperaturen auf unterhalb von zwei Grad zu begrenzen. Eine stärkere Erwärmung hätte gravierende Folgen. Der neue WWF-Report verdeutlicht, dass die klimatischen Veränderungen im Mittelmeerraum drastische wirtschaftliche Einbußen nach sich ziehen würden. Betroffen wäre neben der Landwirtschaft vor allem die Tourismusbranche. Sie müsste sich auf schmerzhafte Einbußen einstellen. Die Region ist nach wie erste Wahl, wenn es um die Wahl des Urlaubsortes geht. Rund 30 Prozent der Touristen weltweit verbringen ihren Urlaub in den Anrainerländern des Mittelmeeres. Angesichts infernalischer Temperaturen und der Gefahr jederzeit von einem Waldbrand überrascht zu werden, dürfte vielen von ihnen die Lust auf ihren Strandurlaub vergehen.



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    World Wide Fund for Nature (WWF):


     
      URL: http://www.wwf.de
    14.07.2005
    10 : 51


     
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