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    Milch ohne Gentechnik - es geht doch!

     

    Als erste Molkerei in Österreich hat die Niederösterreichische Molkerei (NÖM AG) ihre gesamten Frischmilchprodukte auf Gentechnikfrei umgestellt. Die NÖM verzichtet auf genmanipulierte Pflanzen im Futter ihrer Milchkühe, ohne den Preis für die Verbraucher anzuheben. Greenpeace begrüßt die Entscheidung der zweitgrößten Molkerei Österreichs. Es geht eben doch: Die NÖM AG in Österreich bietet jetzt Milch von Kühen an, die gentechnikfrei gefüttert wurden. Deutsche Großmolkereien wie die Unternehmensgruppe Theo Müller behaupten, dass eine Fütterung ohne genmanipulierte Pflanzen nicht möglich sei. Der Schritt der NÖM beweist jedoch das Gegenteil. Greenpeace fordert, dem Beispiel Österreichs zu folgen und nur noch Milch von Kühen zu verarbeiten, an die keine Gen-Pflanzen verfüttert wurden. Mit jährlich rund 100 Millionen Litern Frischmilch stellt die NÖM jetzt in Kooperation mit knapp 1800 Landwirten etwa ein Drittel ihrer Milchprodukte ohne Gen-Pflanzen her. Die Firma prüft auch die Umstellung ihrer weiter verarbeiteten Lebensmittel wie Joghurt und Butter. "Frischmilch gentechnikfrei ist ein großer Erfolg für die Verbraucher, für die Umwelt und für Greenpeace", freut sich Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Alexander Hissting. Denn noch im September 2004 hatten Greenpeace-Aktivisten vor der NÖM-Zentrale in Baden bei Wien gegen Gentechnik im Kuhfutter protestiert. "Die NÖM beweist: Geht nicht, gibt's nicht", sagt Alexander Hissting mit Blick auf die deutsche Milchbranche. "Die deutschen Milch-Multis boykottieren gentechnikfreie Milch. Das ist ein harter Tritt gegen die Verbraucher. Die meisten wollen keine Lebensmittel, bei denen Gentechnik im Spiel ist." Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK vom Februar 2005 lehnen 68 Prozent der deutschen Verbraucher Milch von Kühen ab, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. Fast 45 Prozent wären sogar bereit, mindestens zehn Cent je Liter Milch mehr zu bezahlen, wenn diese ohne Gen-Pflanzen im Futter produziert wurde. Von den konventionellen Milchproduzenten garantieren bislang in Deutschland nur kleinere Anbieter wie die bayerische Andechser Molkerei oder die hessische Upländer Bauernmolkerei, dass die Kühe keine Gen-Pflanzen gefressen haben. "Mit der 'Gentechnikfrei-Milch' erhoffen wir uns auch gute Absatzchancen in Deutschland", sagt Gerhard Schützner, Generalbevollmächtigter der NÖM. "Die NÖM arbeitet seit über einem Jahr am Verzicht auf Gentechnik im Tierfutter. Aber die Greenpeace-Aktion wirkte wie ein Turbo-Effekt auf unsere Umstellung." Schützner arbeitete zuvor 17 Jahre als Geschäftsführer der Molkerei Müller.



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    Greenpeace:


     
      URL: http://www.greenpeace.de
    27.07.2005
    15 : 21


     
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