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Feuer, Wasser, CO2
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WWF fordert von Stromversorgern stärkere Klimaschutzanstrengungen
Dürre und Waldbrände im Mittelmeerraum und gewaltige Überflutungen von der Schweiz bis nach Rumänien: Europa wird in diesem Sommer von Naturkatastrophen schwer gebeutelt. Um sich gegen künftige Fluten besser zu wappnen, fordert der WWF eine Doppelstrategie, die auf die Wiederbelebung natürlicher Überflutungsflächen und intensive Anstrengungen im Klimaschutz setzt. „Man darf jetzt nicht den Fehler begehen, sich allein auf höhere Deiche und technische Schutzmaßnahmen zu verlassen“, betont Georg Rast, Hochwasserexperte beim WWF Deutschland. Angesichts der Häufung von ungewöhnlich hohen Niederschlägen, extremen Abflüssen und Rekordpegelständen müssten alle Hochwasserkonzepte neu auf den Prüfstand. Unabhängig von der offenkundig durch den Klimawandel bedingten Häufung extremer Ereignisse müssten die durch Verbauung verursachten Verschlechterungen des Hochwasserschutzes bereinigt werden.
Um die Folgen des Klimawandels in den Griff zu bekommen, fordert der WWF zugleich den Ausstoß an Treibhausgasen möglichst schnell zu reduzieren. Insbesondere im Stromsektor sei ein Umstieg auf emissionsarme Energien dringend geboten. In Deutschland wird mehr als 50 Prozent des Stroms in Stein- und Braunkohlekraftwerken produziert. Weltweit strömen rund 37 Prozent des Kohlendioxids aus den Schloten der Kraftwerke. Der WWF kritisiert, dass insbesondere RWE und EON zu wenig tun, um hieran etwas zu ändern. Im Gegenteil: sie planen neue Kohlekraftwerke. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat der WWF jetzt eine E-Mail Aktion gestartet. Die Umweltschützer fordern über ihre Internetseite (siehe oben rechts) die Vorstandvorsitzenden der Energiekonzerne auf, beim den anstehenden Investitionsentscheidungen auf neue Kohlekraftwerke zu verzichten.
„Es ist dringend erforderlich, in diesem Bereich den Hebel anzusetzen und auf saubere Energie umzuschalten“, unterstreicht Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland. Das wichtigste Instrument sei das europäische Emissionshandelssystem. Mit diesem Handelssystem wurde erstmals der Ausstoß von Klimagasen absolut begrenzt. Blasen die Unternehmen mehr CO2 in die Luft als ihnen im Rahmen dieses Systems zugebilligt wurde, müssen sie von anderen Unternehmen zusätzliche Verschmutzungszertifikate kaufen. Dadurch bekommt die Umweltverschmutzung einen Preis und Investitionen in Klimaschutz zahlen sich auch finanziell aus.
Die Begrenzung der Gesamtemissionen durch den Emissionshandel müsse Hand in Hand gehen mit Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Derzeit starten die Verhandlungen über Vergabe der nächsten Emissionszertifikate. Regine Günther fordert: „Bei der Ausgestaltung der so genannten Nationalen Allokationspläne brauche man anspruchsvollere Reduktionen und ein möglichst großer Teil der Zertifikate muss versteigert und nicht verschenkt werden.“
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URL: http://www.wwf.de
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27.08.2005 11 : 22
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