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Das Ganzjahressolarhaus, das fast die gesamte Energie für Heizung und Warmwasser aus Sonnenenergie gewinnt, wird beim „Sonnen-Erntefest“ der Freiberger Firma Soli fer Solardach GmbH am Sonnabend, den 10. September auf das Firmengelände Zuger Straße 7 B vorgestellt. Es ist von drei sächsischen Firmen gemeinsam entwickelt und mit Hilfe der TU Bergakademie Freiberg optimiert worden und sorgte bereits auf der Dresdner Messe „Haus 2005“ für enormes Publikumsinteresse.
Mindestens 90 Prozent der Energie für Heizung und Warmwasser soll bei diesem „Energetikhaus 100“ die Sonne liefern, selbst im Winter. Doch im Gegensatz zu sogenannten Passiv-Häusern ist es massiv gebaut und mit Naturstoffen gedämmt, so dass das Haus natürlich atmet“ und auch problemlos belüftet werden kann.
Das Gesamtkonzept stammt von dem Bauunternehmen FASA AG Chemnitz, das langjährige Erfahrungen sowohl beim Bau von Solarhäusern als auch bei der denkmalgerechten Altbausanierung aufzuweisen hat und einen Bundespreis im Denkmalschutz erhielt. Erklärtes Ziel: Das „Energetikhaus 100“ soll Komfort bieten, gut aussehen und trotzdem erschwinglich bleiben. Das ist auch Thema des Vortrages, den FASA-Geschäftsführer Ullrich Hintzen während des „Sonnen-Erntefestes“ bei Soli fer hält: „Das erste bezahlbare Ganzjahressolarhaus – Vision oder Realität?“
„Ein Umdenken muss und wird stattfinden angesichts der explodierenden Preis für Gas und Öl. Unser „Energetikhaus 100“ bringt nicht nur dem Bauherren Kostenersparnis, es sorgt auch dafür, dass das Geld des Bauherren zukünftig nicht als Öl-Dollar abfließt sondern im Land bleibt und dauerhafte, innovative Arbeitsplätze schafft“, betonte Ullrich Hintzen.
Beim „Energetikhaus 100“ werden alle Möglichkeiten kombiniert, um Sonnenwärme zu nutzen.
So werden optimale Dachform, Ausrichtung und Platzierung der Fenster genau berechnet.
Das Solardach und die dazugehörigen Speicher und Anlagen plant und installiert die Freiberger Firma Soli fer Solardach GmbH, die inzwischen zum Marktführer in der Branche in Deutschland geworden ist und für ihr innovatives Konzept mehrfach ausgezeichnet wurde, bei dem das Solardach die Dachziegel ersetzt. Gedämmt wird mit Flachs, der in einer Tochterfirma der FASA AG nach einem neu entwickelten Verfahren verarbeitet wird. Die Ziegel produziert das Ziegelwerk Freital EDER. Mikroporen und ein spezielles Lochbild sorgen für eine sehr hohe Druckfestigkeit und bessere Dämmeigenschaften des Ziegels, obwohl er leichter als seine Vorgänger ist und handliche Abmessungen aufweist.
Das „Das Energetikhaus 100“ wird mit und ohne Kellergeschoss angeboten und hat in seiner Basisversion auf zwei Etagen rund 130 Quadratmeter Wohnfläche. Für die ersten drei solcher Häuser, die in Schwerin, Freital und nahe Chemnitz gebaut werden sollen, laufen bereits die Planungen und soll noch in diesem Jahr Baubeginn sein. Mit dem ersten fertigen „Energetikhaus 100“ wollen sich die beteiligten Firmen im kommenden Jahr um den Europäischen Solarpreis bewerben.
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