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    Silberhochzeit im Land der Pandas

     

    Die Zahl der Großen Pandas steigt wieder an Frankfurt a. M., 7.09.05: Der WWF blickt in diesem Jahr auf eine 25-jährige Rettungsgeschichte für sein Wappentier, den Großen Panda, zurück. Die Umweltschützer schätzen die Anzahl der vom Aussterben bedrohten Pandas in China auf mittlerweile rund 1.600 Tiere. In den 1980er Jahren war man noch von nur 1.000 Panda-Bären ausgegangen. Den erfreulichen Zuwachs, der während der letzten großen Bestandserhebung im Sommer 2004 nachgewiesen wurde, führen die Artenschützer des WWF vor allem auf verbesserte Zähl-Methoden zurück. Doch sie sehen darin auch ein Indiz für die vorerst erfolgreiche Rettung ihres Symboltieres. Im Mai 1980 beauftragte der WWF eine erste Forschergruppe damit, das Leben der Pandas genau zu analysieren und ihren Bestand zu erfassen. Über die Panda-Bären wusste man zum damaligen Zeitpunkt nämlich nur sehr wenig. Sicher war nur eins: Sie waren äußerst selten geworden. Um überhaupt für den Panda aktiv werden zu können, war der WWF zunächst auf die Kooperationsbereitschaft der chinesischen Regierung angewiesen. Ein Engagement in China war erst 1979 nach dem offiziellen Besuch einer WWF-Delegation in der Volksrepublik möglich geworden. Gemeinsam mit der chinesischen Regierung startete der WWF in den folgenden Jahren ein umfangreiches Schutzprogramm. Um den Großen Panda zu retten, wurden Wildhüter ausgebildet und bis heute insgesamt 40 Schutzgebiete geschaffen, in denen sich die Bambusbären frei bewegen können. „Die Zahl der Pandas ist zumindest nicht rückläufig“, zieht Susanne Honnef, beim WWF Deutschland für die Panda-Schutzprojekte zuständig, ein nüchternes Fazit. „Wir wissen, dass wir das Aussterben der Pandas in freier Wildbahn bislang verhindern konnten – ihr Überleben ist aber noch lange nicht gesichert. Dazu sind es immer noch zu wenige Tiere.“ Pandas sind zwar seit 1939 in China gesetzlich geschützt, aber immer noch verenden Bären in Fallen, die eigentlich für andere Tiere aufgestellt wurden. Großflächige Rodungen der Wälder raubten ihnen im vergangenen Jahrhundert ihren Lebensraum und ihre Haupt-Nahrung – den Bambus. In den letzten durch Felder, Straßen und Siedlungen voneinander isolierten Bergwäldern Chinas finden die Tiere während der nur wenige Tage im Jahr dauernden Paarungszeit sehr schwer zueinander. Die Folge: Sie pflanzen sich nur sehr langsam fort und können Bestandsverluste kaum noch ausgleichen. Das Hauptaugenmerk des WWF liegt darauf, die bestehenden Schutzgebiete miteinander zu vernetzen. Susanne Honnef: „Der WWF feiert in diesem Jahr seine silberne Hochzeit mit China. Zu unserem Jubiläum wünschen wir uns, dass sich die Pandas bald wieder in großen Wäldern auf die Suche nach einem geeigneten Partner machen können. Dann können sie selbst am besten dafür sorgen, dass sich ihre Zahl weiter erhöht.“



     
      URL: http://www.wwf.de
    08.09.2005
    14 : 17


     
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