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Nachdem der Übergangszeitraum, in dem konventionelle Futtermittel auf Bio-Betrieben eingesetzt werden dürfen, über den 24. August 2005 hinaus verlängert worden ist, ist 100 Prozent Biofutter auch für Legehennen nach wie vor die Ausnahme. Grund der zum Teil bis ins Jahr 2011 verlängerten Fristen ist laut ZMP das voraussichtlich nicht ausreichende Angebot an ökologischen, insbesondere eiweißreichen Futtermitteln in der Europäischen Union.
Wie gut, dass gerade kleine und mittelständische landwirtschaftliche Betriebe und Erzeugergemeinschaften nicht die Hände in den Schoß gelegt und auf eine Fristverlängerung gehofft haben, sondern mit Energie und Sachkenntnis für das Erreichen der 100 Prozent Biofütterung gearbeitet haben. Wie Josef Grabmaier, Mitglied der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei GmbH und Landwirt im oberbayerischen Wolnzach. Er hatte bereits 2001 beschlossen, wenn Bio, dann 100 Prozent Bio ohne Ausnahmeregeln. Nach vielen Anfangsversuchen und einem Jahr Testbetrieb konnte er 2003 ein eiweißreiches Futtermittel aus heimischen und ökologischen Rohstoffen, das die Legehennen gerne annahmen, präsentieren. Zusammen mit einer regionalen Futtermühle wird das Eiweißkomponent in 100 Prozent Bioqualität hergestellt. Damit und mit den von den Landwirten selbst angebauten Bio-Futtermitteln ist die Fütterung der Legehennen der Erzeugergemeinschaft, der inzwischen 22 bayerische Landwirte angehören, mit 100% Biofutter gewährleistet.
Verbraucher können solches Engagement durch den Kauf von "100%-Lebensmitteln" belohnen. Sie sichern damit die heimische traditionelle Landwirtschaft wie auch die Gesundheit der Tiere. Und das alles mit viel Genuss am puren natürlichen Geschmack.
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