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IFKIS funktioniert ähnlich wie Lawinenwarnsystem und gibt alle Daten zeitnah weiter
Das schweizerische Bundesamt für Wasser und Geologie testet derzeit ein neues und moderneres Hochwasser-Frühwarnsystem. Am Schipfenbach beispielsweise sind zur Überwachung zwei Kameras auf den Bach gerichtet. Dort ermöglichen Scheinwerfer auch Nachtaufnahmen. Die Kameras sind mit Bewegungs-Sensoren im Bachoberlauf verbunden. Sie melden es, wenn eine Gerölllawine kommt. Seit der vergangenen Flut überlegt man sich, die Kameras zur ständigen Überwachung der Bäche einzusetzen.
Die Kamera könnte dann die Leute in der Einsatzzentrale darauf aufmerksam machen, dass sich etwas tut. Dann aber müssen Leute vor Ort die Details abschätzen. Um den Sachstand besser einschätzen zu können, fordert Thomas Rageth bessere Informationsmittel, Online-Zugriffe auf Pegelstände, die Verknüpfung von Niederschlagsprognosen mit Hochwasserabflüssen, Zeiträumen und Geschwindigkeiten des Pegelansteigens.
Seit zwei Jahren wird das Frühwarnsystem IFKIS entwickelt. Es funktioniert ähnlich wie das Lawinenwarnsystem. Dabei werden alle wichtigen Daten direkt an die Krisenstäbe übermittelt. Das Warnsystem ist auch auf andere Kantone anpassbar. Doch um ein funktionierendes IFKIS mit der nötigen Erfahrung und Interpretationsfähigkeit auch in kritischen Situationen betreiben zu können, wird es noch etwa zehn Jahre dauern. Damit die Forscher ihre Frühwarnsysteme testen können, wird regelmäßig das Wasserabflussvolumen der Flüsse überprüft. Stefan Vogt wagt mit seinem neuen Modell ein Experiment. Doch das Resultat ist ernüchternd.
Das neue Modell hat den Zeitpunkt des Hochwassers und die gemessenen Spitzenwerte nicht vorhersagen können. Wie sich zeigt, birgt auch das neue Frühwarnsystem noch Unsicherheiten. Mit Frühwarnsystemen und baulichen Schutzmaßnahmen kann man die Folgen einer Naturkatastrophe zwar eindämmen. Eine absolute Sicherheit aber gibt es dennoch nicht.
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