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    Wie weit sind heute pflanzliche Treibstoffe?

     

    140 mittelständische Unternehmen haben eine bundesweite Wählerinitiative mit dem Namen „Deutsche Arbeitsplätze durch Biokraftstoffe“ gegründet. Sie wollen „überparteilich wirkende Politiker mit hohem wirtschaftlichen Verständnis“ unterstützen. Darunter befinden sich vier Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU: Dr. Peter Paziorek aus Warendorf/Westfalen, Norbert Schindler aus Speyer, Dr. Peter Ramsauer aus Traunstein und Josef Göppel. Ihre Botschaft ist, eine Konkurrenz zum Erdölpreis mit pflanzlichen Treibstoffen aus dem eigenen Land aufzubauen. Je mehr Alternativen es für die Autofahrer geben wird, desto weniger Preiserhöhungen können die Mineralölkonzerne durchsetzen. Zur Zeit liegt die Abhängigkeit der europäischen Union von Energieeinfuhren bei 50 %. Der Straßenverkehr ist fast vollständig auf Mineralöl angewiesen. 70 % der weltweiten Ölfördermenge geht in die Mobilität. Die Freigabe der nationalen Ölreserven oder die Rückgabe der zusätzlich eingenommenen Mehrwertsteuer mildern die Probleme der Benzinpreiserhöhungen für den Augenblick. Nach Meinung der vier Abgeordneten müssen wir unsere Wirtschaft und Gesellschaft aber langfristig unabhängiger von fossilen Energieträgern machen. Reines Pflanzenöl, Biodiesel, Bioethanol und synthetische Kraftstoffe können die Mobilität der Zukunft sichern. Wir müssen das mehr nutzen, was vor unserer Haustür auf den Feldern wächst. Das stärkt auch die Wertschöpfung in ländlichen Räumen. Schon heute liegen die Erlöse der deutschen Landwirtschaft aus der Biodieselproduktion bei 400 Millionen Euro. Zur Zeit sind im Sektor nachwachsende Rohstoffe bereits 120.000 Menschen beschäftigt. Wie weit ist nun die Entwicklung der pflanzlichen Treibstoffe? 1. Kalt gepresste Pflanzenöle Die höchste Wertschöpfung für Landwirte liegt in kalt gepressten Pflanzenölen, die direkt als Reintreibstoff eingesetzt werden. Voraussetzung: angepasste Motoren und ein größerer Absatzmarkt. Den Landwirten bieten kalt gepresste Pflanzenöle die Chance, nicht nur Rohstofflieferanten,sondern auch Weiterverarbeiter bis zum Endprodukt zu sein. Die erforderlichen Abpressanlagen lassen sich dezentral vor Ort betreiben. Die deutsche Autoindustrie hat jedoch bisher abgeblockt. Der fränkische Unternehmer Elsbett fand vor Jahren keinen Hersteller, der seinen Motor in Großserie übernommen hätte. Vielleicht ändert sich das nun bei steigender Kundennachfrage. 2. Rapsmethylester (RME) Seit 01. Januar 2004 sind Zumischungen zu Kraftstoffen aus Erdöl von der Mineralölsteuer befreit. Diese Regelung gilt zunächst bis Ende 2009 für alle pflanzlichen Kraft- und Heizstoffe. Fast alle großen Anbieter in der Mineralölindustrie nutzen mittlerweile die Möglichkeit, dem Diesel aus Erdöl steuerbegünstigten Biodiesel beizumischen. 2004 wurden 285.000 Tonnen Rapsmethylester als Beimischung vermarktet. Das entspricht 30 % des Gesamtabsatzes an Biodiesel. Weitere 30 % fließen als Reinkraftstoff in Pkw, 40 % in Lkw. Jede achte Tankstelle bietet inzwischen RME an. In Österreich gilt ab 01. Oktober 2005 ein gesetzlicher Beimischungszwang. Wieder einmal sind uns die Österreicher voraus. Entscheidend für den künftigen Erfolg von Biodiesel werden neben politischen Vorgaben ausreichende Anbauflächen sein. Auf 7,5 % der deutschen Ackerfläche wachsen heute schon nachwachsende Rohstoffe. Auch die europäische Union schiebt jetzt kräftig an. Bis 2010 soll in allen Mitgliedsstaaten der Anteil von Biokraftstoffen auf mindestens 5,75 % steigen. Deutschland liegt jetzt bei 2 %. 3. Ethanol Als Beimischung zum Benzin wird Bioethanol immer wichtiger. In Brandenburg und Sachsen-Anhalt sind industrielle Großanlagen entstanden, die Ethanol aus Getreide erzeugen. Bayern will mit einem Förderprogramm die Reserven der landwirtschaftlichen Brennereien mobilisieren. Die 200 bayerischen Brennereien können bei besserer Auslastung kurzfristig rund 100.000 Tonnen Ethanol erzeugen. 2004 kamen sie lediglich auf 8.000 Tonnen. Gegen eine größere Beimischung von Bioethanol zu Ottokraftstoffen sträubt sich noch ein Teil der Mineralölwirtschaft. Ihr Argument: Angeblich unterschiedliche Dampfdrücke von bioethanolhaltigem und fossilem Benzin bei Lagerung und Transport. In Brasilien, Schweden und den USA fahren aber Autos mit bis zu 85 % Beimischung. 4. Synthetische Kraftstoffe Neben Rapsmethylester und Ethanol wird an so genannten synthetischen Kraftstoffen gearbeitet, „Biomass to liquid“ (BTL), auf gut deutsch, Biomasse in flüssiger Form. Die Firma Choren im sächsischen Freiberg betreibt dafür eine Pilotanlage, an der sich jetzt auch der Mineralölkonzern Shell beteiligt. Dort sollen in den kommenden Jahren mehrere hundert Millionen Euro investiert werden, um synthetische Kraftstoffe zu erzeugen. Schon heute ist klar: das Potential ist hier deutlich größer als bei Biodiesel oder Ethanol auf der Basis von Getreide und Zucker. Die Firma Choren hat eine weltweit patentierte Technik entwickelt, um aus jeglicher Art von Biomasse, also landwirtschaftlichen Abfällen, Holz oder anderen organischen Stoffen Benzinersatz herzustellen. Dabei wird im Gegensatz zum herkömmlichen Biodiesel das gesamte Material verwendet, nicht nur die Früchte. Dem zufolge ist der Ertrag eines Rapsfeldes viermal höher. Der Einsatz dieses neuen Kraftstoffs erfordert zudem keine neuen Motoren und keine eigene Infrastruktur. Damit könnte Deutschland auf knapp 20 % der Ackerfläche 25 % des heutigen Verbrauchs an Dieselkraftstoff erzeugen



     
      URL: http://www.sonnenseite.com
    04.10.2005
    12 : 53


     
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