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Das Hightech-Projekt soll dafür sorgen, dass sich der Verkehr nicht weiter staut
Ein Hightech-Projekt soll dafür sorgen, dass sich der Verkehr in unseren Städten weniger staut. Dazu sollen mit wenig Aufwand mehr als 400 Ampeln vollautomatisch geschaltet werden. Mit nur 2,8 Millionen Euro Fördergeldern vom Bund und weiteren zwei Millionen der Industrie soll es mit "Orinoko“ möglich sein, Staus in der 500.000-Einwohner-Stadt Nürnberg weitgehend zu vermeiden. Indem die Signalprogramme flexibler eingesetzt werden, können Staus vermieden und der Verkehr verflüssigt werden.
Derzeit werden die Ampeln noch mit vier festen Programmen gesteuert, die nach Erfahrungswerten aus der Vergangenheit erstellt wurden. Eine Uhr schaltet sie je nach Tageszeit um. Doch das Prinzip ist zu starr. Mit gemessenen Verkehrsdaten und anderen Algorithmen könnten die Programme automatisch flexibel eingesetzt werden.
Bei der Suche nach preiswerten Verkehrsleitsystemen wurde man schließlich in der Taxizentrale fündig. Dort vermitteln die Mitarbeiter jährlich 1,3 Millionen Aufträge an die knapp 500 Taxen in der Stadt. Schon vor Jahren wurden alle Nürnberger Taxen mit GPS, das alle 30 Sekunden die Standorte aller Fahrzeuge meldet. Dadurch kennen die Mitarbeiter den momentanen Standort aller Taxen und können vom Computer gezielt die kürzesten Fahrtrouten errechnen lassen, um das nächstgelegene Taxi zu rufen. Das "Floating Car Data" (FCD), läuft bereits seit einem Jahr zuverlässig.
Schon jetzt errechnet ein Programm aus den Taxidaten einen groben Verkehrsüberblick für die Stadt Nürnberg und zeigt die durchschnittliche Geschwindigkeit in der Stadt, auf den Autobahnen und auf den Schnellstraßen an. In Nürnberg erfassen auch 27 Polizeikameras den Verkehr. Sie laufen in der Verkehrsleitstelle zusammen und werden von einem Beamten ausgewertet.
Um dadurch auch Daten zu erhalten, mussten die Bilder mit einer Bilderkennungssoftware des Fraunhofer-Instituts in Dresden umgerechnet werden. Dabei werden Richtung und Geschwindigkeit der Fahrzeuge in Daten umgerechnet. Doch noch eine weitere Informationsquelle stand zur Verfügung: Um an Messetagen und Großveranstaltungen bis zu 14.000 Fahrzeuge durch die Stadt zu leiten, hat die Stadt Nürnberg kürzlich ein Verkehrsleitsystem installiert, das den Verkehr von und zu den Autobahnen führt. 24 Kameras und über 70 Induktionsschleifen erfassen nun die Verkehrslage im Süden der Stadt.
Schon bald sollen die Besucher damit vollautomatisch zu ihrem Ziel geführt werden. 2007 soll das Programm an den Start gehen. Doch schon 2006 soll "Orinoko“ den Verkehr flexibel regeln, wenn Zehntausende von Fans zur Fußball WM nach Nürnberg kommen.
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