| |
+ 04.02.2006 + Die SolarWorld AG übernimmt vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden 100 Prozent der kristallinen Solaraktivitäten der Shell-Gruppe.
Die von beiden Parteien unterzeichnete Übereinkunft umfasst die Übertragung folgender Shell-Standorte: Vancouver/Washington State und Camarillo/Kalifornien, an denen die Herstellung von Solarsiliziumkristallen-, -wafern, -zellen und -modulen angesiedelt ist, Gelsenkirchen mit der Solarzellenfertigung, die Vertriebsgesellschaften in München, Singapur und Süd-Afrika sowie die auf kristalline Siliziumtechnologie spezialisierte Forschungs- und Entwicklungsabteilung in München. Die Produktionskapazitäten, die durch diese Vereinbarung an den SolarWorld-Konzern übergehen, belaufen sich auf rund 80 Megawatt (MW). Das Shell Solar Geschäft für ländliche Solaranwendungen (Rural business) ist von der Transaktion ausgenommen. Über die Finanzkonditionen des Deals haben die Partner Stillschweigen vereinbart.
SolarWorld AG wird Nummer Eins im Solarmarkt USA
Mit den zusätzlichen Kapazitäten steigt die SolarWorld AG zum größten Produzenten von Solarstromtechnologien in den USA auf. „Angesichts des kürzlich beschlossenen umfangreichen Förderprogramms in Kalifornien nutzt der SolarWorld-Konzern mit dieser Expansion exzellente Wachstumschancen und schafft eine globale ‚SolarWorld’ mit Produktions- und Vertriebspräsenz in den international wachstumsstärksten Solarmärkten“, sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. Die Shell-Gruppe unterhält im kalifornischen Camarillo eine integrierte Wafer-, Zellen- und Modulfertigung, die künftig von der SolarWorld AG als SolarWorld Industries betrieben wird. In Vancouver/Washington, im Nordwesten der USA, kommt eine Produktionsstätte für monokristalline Solarsiliziumsäulen hinzu. Die monokristalline Solartechnologie erzielt höchste Wirkungsgrade und sorgt damit für die gebotene Effizienz beim Rohstoffeinsatz. Die moderne Solarzellenfabrik in Gelsenkirchen stellt eine ideale Ergänzung zur hochwertigen Zellproduktion des SolarWorld-Konzerns in Freiberg dar. Über die neuen Vertriebsaktivitäten in Süd-Afrika und Singapur erlangt die SolarWorld AG zudem Präsenz in aussichtsreichen Märkten Asiens und Afrikas.
Die SolarWorld AG will 575 Shell Solar-Mitarbeiter weiterbeschäftigen. Für alle Personen besteht eine Beschäftigungsgarantie von einem Jahr. „Wir wollen auch darüber hinaus alle Mitarbeiter halten. Wir schätzen, dass die Auslastung in den neuen Fabriken kontinuierlich ansteigen wird und mit dem Ende der relativen Rohstoffverknappung 2008 der Großteil der Beschäftigungsverhältnisse gesichert werden kann. Seit unserer Gründung im Jahr 1998 haben wir nur Mitarbeiter neu eingestellt. Diesen Weg wollen wir weiter gehen.“ Für die Kunden der Shell Solar ändert sich nichts. Sie werden fortan von der SolarWorld AG gewohnt zuverlässig betreut, versichert Franzk Asbeck.
Der Konzern der SolarWorld AG ist das weltweit einzige vollintegrierte Solarstromunternehmen, das sich ausschließlich der Solarenergie widmet. Mit diesem Geschäftsmodell ist die SolarWorld AG an der Börse – wo sie im Technologieindex TecDAX und im Mittelstandsindex GEX notiert - ein Unternehmen mit ausgeprägter Alleinstellung. Nach dem Börsengang Ende 1999 hat sich die Gesellschaft innerhalb weniger Jahre von einem solaren Handelshaus zu einem integrierten solaren Technologiekonzern entwickelt und dabei ihre Mitarbeiterzahl bis Ende Dezember 2005 auf 759 Menschen verstärkt. Der SolarWorld-Konzern ist auf allen Wertschöpfungsstufen der Solarindustrie – vom Rohstoff Silizium bis zur schlüsselfertigen Solarstromanlage – aktiv. Dabei unterhält der Konzern Produktionsstätten in Freiberg und Schweden. Freiberg ist einer der modernsten integrierten Solarstandorte der Welt, an dem der SolarWorld-Konzern unter dem Einsatz von Silizium qualitativ hochwertige Solarwafer, Solarzellen und Solarstrommodule herstellt.
|
|
|