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Nach mehr als einjähriger Entwicklungsarbeit mit namhaften Beratern aus Hochschulen und Prüfinstituten hat FREISINGER ein neuartiges Holzfenster zum Europapatent angemeldet. Durch die zweischalige Konstruktion wird erstmals ein langlebiges, wertbeständiges Holzfenster möglich.
Das "ZwoaHolz"-Fenster besteht aus einer äusseren Schutzschicht, die leicht abnehmbar ist und einer inneren Schicht, die die komplette Funktion des Fensters übernimmt. Die Aussenschicht des Fensters kann durch einfaches Verdrehen der Verbindungsteile um 90° abgenommen werden. Sie ist so konzipiert, dass sie keine Verbindung zum Baukörper hat und von innen durch Drehclips abnehmbar ist. Die äussere Schicht ist besonders witterungsbeständig, da Holzarten wie Eiche und Lärche verwendet werden. Diese erweisen sich als besonders resistent gegen Witterungseinflüsse, so dass eine Oberflächenbehandlung von aussen ganz entfallen kann. Für die Innenschicht finden vor allem Hölzer wie Fichte, Kiefer, Lärche und Douglasie Verwendung, die einen entsprechende Rohdichte und besonders günstige, statische Eigenschaften haben. Das "ZwoaHolz"-Fenster ist ein Komplettsystem, das für sämtliche Fenstertypen und für die verschiedensten Bauanschlüsse Lösungen bietet.
Besonders bei der Nachpflege der Aussenschichten zeigen sich die Vorteile der neuen Holzfenster-Konstruktion. Die Aussenschichten können maschinell abgeschliffen und renoviert werden. Es entfällt nicht nur ein bauseitiges Abkleben von Wand und Glas, auch das Verkleben der Dichtungen und ein mühevolles und zeitaufwendiges Abschleifen fällt weg. Auch dem Umweltschutz trägt das innovative Holzfenster Rechnung. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, in dem das Treibhausgas Nr. 1, CO 2 in großen Mengen gebunden ist. Daher bedeutet die Entnahme von Holz aus der Natur auch einen Entzug von CO 2 aus der Umwelt. Die verwendeten Kunststoffe sind thermoplastische Elastomere, die sehr dauerhaft und vollständig recyclebar sind. Ein weiterführendes Forschungsprojekt befasst sich mit der Verbesserung des kF- bzw. uW-Wertes auf 0,8 W/m2K. Dies wird vor allem erreicht durch einen stärkeren Flügel- und Blendrahmen und durch den Einbau einer Scheibe mit einem besseren k-Wert. Hierbei spielt der Thermix-Randverbund eine wesentliche Rolle.
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