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    Das EG Bio-Siegel Teil 2

     

    Das EG Bio-Siegel Teil 2 Das Siegel ist ein eindeutiges Erkennungszeichen für Bio-Produkte. Produkte mit diesem Symbol erfüllen somit die einheitlich geregelten Mindeststandards für kontrolliert-biologischen Anbau nach der EG-Bio-Verordnung von 1991. Schaut man sich diese Standards genauer an, so sind diese Mindeststandards im Vergleich zu den Richtlinien der Anbauverbände unbefriedigend. So ist es z.B. möglich, innerhalb eines Betriebes, sowohl biologisch als auch konventionell zu wirtschaften. Wir finden das ist nicht in Ordnung. Für uns unverständlich ist auch,die Zulassung chemisch gebeizten Saatgutes. Dadurch wird die Hemmschwelle für den „Gemischtbetriebler“ verringert nicht doch mal hie und da mit einem chemischen Mittelchen nachzuhelfen, wenn es mal zwickt. Die damals eingeführten Standards liegen deutlich unter dem Niveau der Anbauverbände! Der Abstand zur konventionellen Anbauform ist unserer Ansicht zu gering, was wir nicht unterstützen können. Sehr fraglich ist, dass es für den Einsatz von Stickstoffdünger (Nitratproblematik) keine Regelung gibt. Das ist nicht der richtige Weg zur Erzeugung hochwertigster Lebensmittel und ist problematisch in Hinsicht auf die Nitratgehalte im Wasser und in den Lebensmitteln. Die Bio-Idee wird durch die Eg-Öko-Verordnung leider verwässert. Für Verbraucher, die Wert legen auf ein authentisches Bio-Produkt ist das Bio-Siegel somit nicht die ausschließliche Entscheidungshilfe! Vielmehr ist der Verbraucher angehalten, im Prinzip wie schon vor der Einführung des Siegels, auch darauf zu achten, ob der Artikel nur nach den Mindeststandards oder auch nach den Richtlinien eines Anbauverbandes erzeugt wurde. Zum Glück gehört die überwiegende Anzahl der Bio-Betriebe einem Anbauverband an, so dass die Auswahl noch nicht problematisch ist. Fruchtversand hier dem Bioland Verband. Dennoch möchten wir den Anfängen wehren. Denn wir möchten nicht unterstützen, dass es möglicher Weise eines Tages statistisch zwar viel Bio-Anbau gibt, dieser aber nur nach den Mindest-Standards durchgeführt wird. Eines ist nämlich klar. Die reinen EG-Bio Betriebe haben einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber den Betrieben die nach den Anbaurichtlinien der Verbände arbeiten. Würde dann die mehr erzeugte Bio-Ware zu einer Preissenkung für die Erzeuger führen, dann müssten die Verbands-Bio-Betriebe um ihre Existenz fürchten. Die Folge wäre eine schleichende Verschlechterung der Bio-Qualitäten zu Gunsten eines billigeren Preises. Der wirtschaftliche Druck ist für einige Betriebe bereits jetzt schon groß genug, so dass in der jüngsten Vergangenheit bereits Betriebe schließen mussten, weil die Preise zu stark gefallen waren. Ein wirtschaftlicher Anreiz für den Wechsel von konventionellem auf Bio-Anbau ist bereits jetzt nicht mehr vorhanden. Die noch vor einigen Monaten geäußerte Prognose, dass durch mehr Bio-Anbau die Preise für den Verbraucher sinken würden, ist unserer Ansicht nach unrealistisch. Die Idee, dass niedrigere Preis durch größere Flächen und dadurch geringere Kosten zu erreichen wären, stammt aus der Geschichte der konventionellen Landwirtschaft. Kriterien der Rationalisierung, aus Industriebetrieben stammend, sind nicht ohne weiteres auf die Natur, sprich Landwirtschaft zu übertragen. Stetig sinkende Preise führten in den letzten 50 Jahren zu einem weit verbreiteten Bauernsterben. Auf immer größeren Betrieben zählt zum Überleben hauptsächlich die industrielle Erzeugung mit all ihren Nachteilen wie Monokultur, Auslaugen der Böden und Chemieeinsatz. Viele Menschen, die Bauern aus Leib und Seele waren, gaben ihre Höfe auf, um in der Industrie zu arbeiten. Ihre Betriebe konnten nicht mithalten, weil kleinere und mittlere Betriebe keinen Platz in der Hochleistungslandwirt- haben. In Zukunft möglicher weise immer schmerzlicher vermisst wird wohl ihr Beitrag zur Landschaftspflege, z.B. in Form von Streuobstwiesen. Jede Entwicklung hat auch ihre Gegenbewegung. So fanden viele Bauern im Bio-Anbau die einzige Chance einen Weg der Abkehr zu wagen von der industriellen, konventionellen Landwirtschaft. In der biologischen Landwirtschaft fanden viele eine Überlebensnische. Denn der Schwerpunkt liegt hier auf Qualität zu fairem Preis und nicht auf Massenproduktion. Auf Nachhaltigkeit und Naturschutz und nicht auf Rücksichtslosigkeit gegenüber Tier, Boden, Pflanze und auf Verzicht auf Genmanipulation. Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass Bio-Betriebe nicht wirtschaftlich arbeiten. Ganz im Gegenteil, die Betriebe übertreffen sich förmlich in ihrer Innovationsfreude. Es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig, denn der Preisdruck ist auch trotz des höheren Biopreises groß und die Marge wird enger. Biologischer Anbau erfordert nun mal deutlich mehr Arbeit. Eine weitere Rationalisierung in Form von Aufweichungen der Anbaurichtlinien führt zu Qualitätseinbußen. Das ist nicht im Sinne der biologischen Idee, das wollen weder die Verbraucher noch die Bio-Bauern. Wir möchten darauf hinweisen, dass sich unsere Ausführungen bezüglich des Biosiegels auf die landwirtschaftliche, aber noch mehr auf die Produktion von Obst und Gemüse bezieht. Dies ist das Kerngeschäft von Fruchtversand. In diesem Bereich achten wir darauf keine Waren von Betrieben zu kaufen, die nur nach EG-Bio-Richtlinien hergestellt wurden. Bei den so genannten Trockenprodukten unterstützen wir ebenfalls die Produkte, die nach den strengen Verbandskriterien hergestellt wurden. Dennoch gibt es auch in unserem Sortiment Produkte, die nur das Bio-Siegel tragen. Das heißt nicht zwangsweise, dass diese Produkte schlechter sind als die Verbandsware. Jedoch möchten wir mit unserem Beitrag auf eine sich abzeichnende Schieflage aufmerksam machen. Wir wollten deshalb nicht auf diese Aufklärung verzichten. Fruchtversand als Händler unterliegt der Herkunftskontrolle einer unabhängigen Kontrollbehörde. Wir werden nach EG-Bio und nach Bioland Richtlinien kontrolliert. Unsere Zertifikate finden Sie auf unserer Internetseite http://www.fruchtversand.de Im Gegensatz zu fast allen Versandhändlern besitzt Fruchtversand eine EG- Kontrollnummer: DE-BY-006-12995-AB



     
      URL: http://www.bringmirbio.de
    15.12.2006
    11 : 47


     
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